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Bei einer Waldbegehung nahmen Förster Franz Knierer (rechts) und Bürgermeister Johannes Kneidl die Gemeindewälder ganz genau unter die Lupe. 

Waldbegehung mit Bürgermeister Johannes Kneidl und Förster Franz Knierer

Guter Zustand der Sulzemooser Wälder

Eine Begehung mit Bürgermeister Johannes Kneidl und Förster Franz Knierer ergab: Der Zustand des Sulzemooser Wälder ist gut.

Sulzemoos – Den Gemeindewäldern von Sulzemoos geht es gut, die Bäume sind gesund. Damit das in Zukunft so bleibt, gibt es einiges zu tun. Darauf verständigten sich der neue Bürgermeister Johannes Kneidl und Förster Franz Knierer, als sie während einer vierstündigen Waldbegehung den Zustand der gemeindeeigenen Wälder begutachteten.

Der Rathauschef führt den guten Zustand auf die Dienstleistung des Forstamtes zurück, an das die Gemeinde die Betriebsleitung ihrer Wälder aus wirtschaftlichen Gründen ausgelagert hat. „Das sind kompetente Fachleute, die sich mit der Materie auskennen und schnell reagieren, wenn beispielsweise Borkenkäferbefall festgestellt wird“, sagte Kneidl.

Einer der Tätigkeitsschwerpunkte des Forstamtes ist die Beratung, um zum Beispiel eine sinnvolle Baumauswahl bei Aufforstungen zu treffen oder welche Maßnahmen mit dem Hintergrund naturschutzfachlicher Fragen durchführbar sind. „Es ist unsere Aufgabe, die Gemeinde bestmöglich bei ihren Vorhaben zu unterstützen“, betonte Förster Franz Knierer.

Die Waldbegehung diente neben dem gegenseitigen Kennenlernen dazu, die weitere Strategie für die Wälder zu besprechen. „Der Wald soll ökologisch wertvoll, aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden“, erklärte Johannes Kneidl. Dabei solle der Weg, der bereits in der Vergangenheit eingeschlagen wurde, so fortgesetzt werden, dass vor dem Hintergrund des Klimawandels ein stabiler und gesunder Waldbestand erhalten bleibe. „Unser Wald soll fit für die kommenden Klimaveränderungen werden. Wir möchten mittel- und langfristig weg von Fichten-Monokulturen hin zu einem artenreichen, vielfältigen und klimatoleranten Mischwald“, so Kneidl.

Besonders schützen möchte die Gemeinde in ihren Wäldern sogenannte Solitärbäume wie große alte Eichen und Buchen. Sie sind wertvolle Biotope – in ihren Kronen können über 100 Insektenarten leben. Zudem sollen nicht alle alten oder abgestorbenen Laubbäume gefällt werden. Denn einige Spechtarten bevorzugen diese Bäume. Sie bieten ihnen zugleich Nahrung und ein Quartier. Das Holz toter Bäume oder absterbende Baumteile sind durch das Zerstörungswerk von Pilzen meist schon aufgeweicht, sodass der Höhlenbau für die Spechte einfacher wird.

Für Kneidl steht fest: „Unsere schönen Wälder sind es wert, dass man sich um sie kümmert“, sagte er. „Wir profitieren heute und in späteren Generationen davon.“ Deshalb möchte er auch zukünftig einen regelmäßigen und engen Austausch mit dem Forstamt pflegen.

Christian Stangl

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