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Auf schneeglatter Fahrbahn kam es am Sonntagmorgen auf der A8 zu einigen Unfällen. Die Ursache? „Der Klassiker: zu schnell und zu dicht auf Glatteis“, so ein Sprecher der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck.

Zahlreiche Unfälle, mehrere Verletzte und hoher Schaden auf der A8

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Schnee und Glätte legen sich über die Fahrbahnen – und schon kracht es auf den Straßen. Am Wochenende ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle. Der entstandene Sachschaden ist enorm. Noch schlimmer aber sind die Rücksichtslosigkeit und Fahrweise mancher Verkehrsteilnehmer.

Sulzemoos– Als Brite mit rechtsgesteuertem Auto hat man es auf dem Kontinent ohnehin schwer. Richtig gefährlich kann es aber bei winterlichen Straßenverhältnissen auf einer deutschen Autobahn werden. Ein 37-jähriger Autofahrer mit seinem in Großbritannien zugelassenen Audi musste dies am Samstagabend gegen 21 Uhr auf der A8 zwischen Odelzhausen und Sulzemoos schmerzlich erfahren.

Beim Spurwechsel nach links übersah er nämlich einen sehr schnell von hinten herankommenden BMW eines Ulmers. Der 45-Jährige konnte nicht mehr bremsen und krachte ins Heck des Briten, der daraufhin gegen den VW-Bus eines Münchners auf der Mittelspur geschleudert wurde. Der VW wiederum stieß gegen einen auf der rechten Spur fahrenden Opel einer Münchner Rentnerin. Bilanz: vier beschädigte Autos, ein Sachschaden von rund 45 000 Euro und – glücklicherweise – „nur“ zwei verletzte Personen.

Wegen der vielen Autoteile auf der Fahrbahn musste die Autobahn allerdings gründlich gereinigt und anschließend wieder mit Streusalz versehen werden. Eine zweistündige Totalsperrung in Richtung München war die Folge. Die meisten Autofahrer bewiesen Geduld, bildeten eine Rettungsgasse und nutzten die Umleitung. „Einige Egoisten“, wie es Johannes Wittmann von der zuständigen Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck formulierte, missbrauchten aber die Rettungsgasse, um schneller durch den Stau zu kommen, und fuhren einfach den Rettungsfahrzeugen hinterher. Laut Wittmann wurden sie jedoch fotografiert – „und werden nun zur Kasse gebeten“. Das Bußgeld für diese Ordnungswidrigkeit beläuft sich auf mindestens 200 Euro, hinzu kommen zwei Punkte. Wieso manche Autofahrer trotz dieser hohen Strafe an einem Samstagabend durch eine Rettungsgasse fahren, kann sich der Polizist nur mit einer „völligen Verkennung der Realität“ erklären: „Die wissen, dass sie es nicht dürfen. Aber sie halten sich für so wichtig, dass sie einfach durchfahren.“

Weniger Rücksichtslosigkeit als vielmehr eine unangepasste Fahrweise sorgte dann am Sonntagmorgen auf der A8 erneut für erheblichen Blechschaden. Weil einige Autofahrer angesichts der teilweise schneebedeckten Fahrbahn erstens viel zu schnell unterwegs waren und zweitens auch noch viel zu dicht auffuhren, krachte es mehrfach. Die folgenreichsten Unfälle: Gegen 8 Uhr kam es Richtung Stuttgart zwischen Dachau und Sulzemoos zu einem Zusammenstoß dreier Autos. Wenig später dann krachte es nur wenige Kilometer weiter westlich: Direkt an der Anschlussstelle Sulzemoos rauschten fünf Autos ineinander. Die Folge: bei beiden Unfällen insgesamt vier Verletzte sowie ein Gesamtschaden in Höhe von zirka 30 000 Euro. zip

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