Mann mit Brille
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Schützenmeister Franz Wagenpfeil musste auch den zweiten Saisonteil absagen.

Wegen Corona-Lage

Einstimmiger Beschluss der Vereinsführung – Sulzemooser Schützen sagen zweiten Saisonteil ab

Wegen der angespannten Corona-Lage und aus Sorge um die Gesundheit der Mitglieder haben die Sulzemooser Schützen auch den zweiten Saisonteil abgesagt.

Sulzemoos – Hohe Infektionszahlen, zweiter Lockdown, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigen auch die Sulzemooser Schützen. Jetzt hat sich die Vereinsführung Gedanken darüber gemacht, wie es im neuen Jahr weitergehen soll und beschloss, auch den zweiten Teil der Saison 2020/21 abzusagen.

„Trotz der Impfungen gehen wir davon aus, dass die angespannte Situation auf jeden Fall noch einige Monate anhalten wird und ein Vereinsleben überhaupt nicht oder nur unter großen Einschränkungen und hohen Hygieneauflagen möglich sein wird“, erklärt Franz Wagenpfeil, Vorsitzender der Sulzemooser Schützen. Er betont, dass über all dem das Wohlergehen der Mitglieder stets höchste Priorität habe. Daher habe sich der Vorstand online einstimmig dafür ausgesprochen, auch den zweiten Teil der aktuellen Schießsaison abzusagen. „Zudem bleibt auch das Vereinsheim weiterhin geschlossen“, so Wagenpfeil.

Der Schützenmeister hofft, dass der Schießbetrieb zum regulären Start der nächsten Saison Ende September wieder aufgenommen werden kann. „Wir haben aber keine Glaskugel, niemand weiß, was im neuen Jahr noch passiert.“

Betroffen von der Absage ist auch die traditionelle Messe für verstorbene Mitglieder, die jedes Jahr Anfang Januar stattfindet. „Auch, wenn Gottesdienste abgehalten werden dürfen, möchten wir unsere Mitglieder keinem unnötigen Risiko aussetzen“, sagt Wagenpfeil. Die Abschlussfeier der letzten Schießsaison, die eigentlich im April hätte stattfinden sollen, hat die Vereinsführung nicht vergessen. Der Vorstand möchte sie auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt nachholen – wenn die Umstände es wieder zulassen. „Wir möchten unsere Vereinsmeister und langjährigen Mitglieder in einem würdigen Rahmen ehren und nicht im Vorbeigehen an der Haustüre“, begründet Wagenpfeil die Entscheidung.

Christian Stangl

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