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Ferdinand Grengros hört als SVO-Vorstand auf.

Sportverein Odelzhausen

SVO-Vorstand Ferdinand Grengros: Rückblick zum Abschied

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Odelzhausen – 14 Jahre lang hat Ferdinand Grengros die Geschicke des Sportvereins Odelzhausen geführt. Jetzt hört er als Vorsitzender auf. Ein Gespräch über seine Erlebnisse und die Zukunft des Vereins.

-Herr Grengros, 14 Jahre waren Sie Vorstand beim SVO, jetzt hören Sie auf. Warum?

Es gibt drei Gründe, warum ich aufhöre. Erstens, weil ich krank geworden bin, es geht einfach nicht mehr. Man wird im Leben manchmal gezwungen, kürzer zu treten. Zweitens die Familie und drittens bin ich der Meinung, dass den Verein jetzt mal ein Jüngerer in die Hand nehmen muss.

-Ist schon ein Nachfolger in Sicht?

Nein, wir haben noch keine Kandidaten. Wir suchen auch noch einen Hauptkassier und einen Hauptjugendleiter. Aber einen ersten Vorsitzenden zu finden wird wohl am schwersten.

-Wie sind Sie damals zu dem Amt gekommen?

Ich bin von Bonn nach Bayern gezogen. Und was macht man in einem fremden Ort? Man sucht sich einen Verein. Ich habe die F-Jugend trainiert und bin mit ihnen Meister geworden. Als der alte Vorsitzende aufgehört hat, hieß es irgendwann: Komm mit ins Vereinsheim, wir haben eine Besprechung, wie es mit dem SVO weitergehen soll. Viele hatten Angst, dass kein Vorsitzender gefunden wird und der Verein aufgelöst werden muss. Ich habe mir alles angehört und dann gesagt: Ok, Leute, ich mach es. Es war ein spontaner Entschluss, ich habe ihn nicht bereut

-Ist der SVO jetzt wieder in Gefahr, wenn sich kein Vorstand findet?

Ich bin zuversichtlich, dass es mit dem Verein weiter geht. So einen großen Verein mit knapp 800 Mitgliedern kann man nicht einfach zu Grunde gehen lassen. Ich bin optimistisch, dass in der Mitgliedsversammlung ein neuer Vorsitzender gefunden wird.

-Was brauchen potentielle Kandidaten?

Als Vorstand braucht man vor allem viel Zeit. Es ist auch sehr wichtig, ein Gehör und ein Gespür für jede Abteilung zu haben und vernünftig mit den Leuten zu reden. Man braucht Ausdauer, Ruhe und Gelassenheit, um alles unter einen Hut zu bringen.

-Ist das manchmal schwierig?

Ja, am Anfang muss man sich da schon erst reinfinden. Als ich angefangen habe, hatten wir acht Abteilungen, alle mit verschiedenen Interessen und Problemen. Das ist nicht leicht. Ich würde dem nächsten Vorsitzenden am Anfang helfen.

-Wie war Ihr Einstieg als Vorsitzender?

Ich kannte die Vereinsarbeit zwar schon von Bonn. Aber hier war es ganz anders, hier waren zuerst alle ein bisschen reserviert. Als Außenstehender musste man erst reinkommen. Aber es war natürlich auch jeder froh, dass ich den Vorsitzenden gemacht habe, ich hatte auch durch den zweiten Vorstand sehr viel Beistand.

-Wie lief die weitere Zusammenarbeit?

Ich habe immer versucht, alle Arbeiten gemeinsam mit meinem Team zu machen. Menschlich und sportlich hat es bei uns einfach gepasst. Da war alles in Ordnung.

-Trotz aller Einigkeit. Bei so einem großen Verein bleiben Konflikte oft nicht aus. Wie war das bei Ihnen?

Natürlich gab es auch Unstimmigkeiten, das haben wir aber untereinander geklärt und anschließend im Vereinsheim ein Bier zusammen getrunken. Es ist schwer, so einen großen Verein in vernünftigen Bahnen zu halten. Dass jeder zufrieden ist, geht fast nicht. Man muss konsequent seinen Weg gehen.

-Wann gab es zum Beispiel Ärger?

Wir haben einmal einem Gastwirt den Vertrag gekündigt. Es gab Probleme mit ihm, bei manchen Leuten aus dem Ort war er aber sehr beliebt. Das gab richtig Stress, nachdem bekannt wurde, dass der Vertrag gekündigt worden ist.

-Hat Ihnen noch etwas Schwierigkeiten bereitet?

Die Verpachtung der Gaststätte ist schlecht angelaufen. Am Anfang war das alles schwierig. Jetzt haben wir zum Glück einen guten Pächter. Ich denke, er bleibt. Was mir noch Leid getan hat, war die Auflösung der Tischtennis Abteilung aus Mangel an Nachwuchs.

-Gibt es etwas, worauf Sie besonders stolz sind?

Es ist schwer zu sagen, worauf man besonders stolz ist. Es freut mich aber, dass wir den dritten Sportplatz und das Beachvolleyballfeld bauen konnten und zur Zeit wird die Stockbahn erneuert. Ich denke, wir haben den Verein gut geführt.

-An was erinnern Sie sich besonders gerne?

Bei unserem 60-jährigen Jubiläum 2007 haben wir eine große Feier veranstaltet, die durch die Hilfe der Mitglieder zum vollen Erfolg wurde. Wir haben ein großes Zelt aufgestellt und vier Tage mit den Odelzhausener gefeiert. Alle eingeladenen Vereine aus der Gegend sind gekommen und die Abteilung Fußball hat einen großen Umzug durch den Ort organisiert. Das war wirklich schön. So etwas ist ein Gefühl, das man nicht mehr los wird.

-Wenn Sie an die schönen Erlebnisse zurückdenken, finden Sie es dann nicht schade, den Vorsitz abzugeben?

Ein bisschen Wehmut ist schon dabei. Das Amt war ein wichtiger Teil meines Lebens und 14 Jahre sind eine lange Zeit. Aber es geht nicht anders und ich bleibe ja dem Verein treu, vielleicht auf andere Art und Weise. Ich werde mir das ein oder andere Spiel unserer Abteilungen anschauen. Von der ersten Mannschaft sowieso, aber auch von der SVO Jugend.

-Was wünschen Sie sich für den SVO?

Ich wünsche mir für den Verein, dass er die Vorstandsposten besetzen kann und weiterhin Erfolg hat. Der dritte Sportplatz sollte wie besprochen mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Es ist alles vorbereitet dafür.

Die Jahresversammlung

mit Neuwahlen findet am Donnerstag, 21. April, um 20 Uhr im Sportheim statt.

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