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Die Tanderner Crew mit Skipper und Steuermann Josef Krimmer links auf der „Sun Odyssee 50“ erreichte den hervorragenden vierten Platz der“ Karibik- Trophy 2016“, einer Regatta der Segelyachten durch die kleinen Antillen. 

Vierter Platz bei der Karibik-Trophy

Tanderner-Segelcrew erobert die Karibik

Tandern - Von wegen frieren bei winterlichen Temperaturen. Eine Crew aus Tandern hat jetzt das azurblaue Wasser und die Sonne bei den kleinen Antillen genossen. Auf der französischen Yacht „Sun Odyssee“ haben die Sportler jetzt den vierten Platz bei der Karibik-Trophy erreicht.

Wenn in Deutschland Ende November das schlechte Wetter Einzug hält, findet in der Karibik die Karibik-Trophy eine Regatta für Segelyachten statt. Die Hurrikan-Zeit ist vorbei, das Wetter hat sich beruhigt und ein stetiger Passatwind sorgt für beste und anspruchsvolle Segelverhältnisse. Auch heuer wieder sehr erfolgreich dabei war die Tanderner Crew mit Sepp Krimmer als Skipper und Steuermann, Dieter Zwereck (Großsegel), Katrin Knoth und Julia Werner (linke Vorschot), Christoph Krimmer und Katharina Werner (rechte Vorschot) und einer Mitseglerin aus Frankfurt, Astrid Eisenberg am Start. „Unser Schiff war eine „Sun Odyssee 50, eine flotte französische 5-Kabinen-Yacht mit 14,98 Metern Länge“ sagt Josef Krimmer.

Über vier Regatten, die zwischen zwei und vier Stunden dauerten, und bei denen zwischen sechs und 20 Seemeilen zurückgelegt wurden, konnte die Tanderner Crew einen überraschenden 4. Platz in der Gesamtwertung erreichen. Das freut den Skipper und Steuermann, immerhin waren insgesamt zehn Yachten und acht Katamarane dabei.

Die 27. Karibik-Trophy fand heuer in den kleinen Antillen zwischen Martinique, St. Lucia, Domenica, Iles des Saintes und Guadeloupe statt. Im ersten Rennen „Rund St. Lucia“ wurde ein guter Start hingelegt, als drittes Boot gingen die Tanderner über die Startlinie und erst in der letzten Boje vor dem Ziel wurden sie noch vom Schweizer-Profiboot überholt.

Beim zweiten Rennen vor Martinique hatten sie jedoch einen Ausrutscher – ein Überläufer an der Steuerbord-Vorschot ließ sie an der Wende zurückfallen und sie wurden nur Neunte.

Nun hieß es aufpassen, es durfte kein Fehler mehr vorkommen. Beim dritten „Up and Down“-Race zwischen den Inseln von Isles des Saintes hatte die Gruppe aus dem Dachauer Land einen Blitzstart hingelegt und ging als erste über die Startlinie und konnte sich im Spitzenfeld behaupten. Letztlich wurden sie hervorragende Dritte hinter dem späteren Gesamtsieger und der Schweizer- Profi-Yacht.

Das vierte Rennen wurde zwar etwas am Start verschlafen, nutzten aber an der ersten Wende eine kleine Flaute, die Schoten wurden nochmal durchgezogen und es ging vorbei auf der Außenbahn an vielen Booten, ein vierter Platz war der Lohn für die nervenaufreibende Flautenseglerei.

Die Tanderner hatten den Könnern von Bodensee und der Nordseeküste gezeigt, dass sie mithalten können. Die Gesamtwertung Platz 4 konnte sich sehen lassen – dies war auch die anerkennende Meinung anderer Teilnehmer. Ein Jahr zuvor waren die Tanderner überraschend fünfte geworden und konnten heuer ihr Resultat noch verbessern, was eine große Freude an Bord auslöste.

Zwischen den Regatten erkundetet das Team die Inseln, besuchte den Nationalpark „Pitons“ in St. Lucia, ankerte in der berühmten „Marigot-Bay“, erholte sich in den Schwefelbädern von Domenica und tauchte dort auch in den Urwald am Indian-River ein, wo sie Drehorte vom berühmten Film „Fluch der Karibik“ bestaunen konnten.

Auf Isles des Saintes besuchten die Dachauer das Fort Napoleon. Dort sind die großen Seeschlachten zwischen Franzosen und Engländer in der Karibik nachgestellt. Bei der Siegerehrung in der Bucht von Terre Haut tanzten sie mit allen Crewszur karibischen Musik in die sternenklare Nacht.

Auf dem Heimflug über Paris nach München war allen klar, etwas unvergessliches erlebt zuhaben „und wer weiß, vielleicht können wir den 4. Platz eines Tages noch verbessern und auf das Treppchen steigen“, sagt Josef Krimmer höchst zufrieden.

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