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Tennisabteilung des SV Haimhausen feiert 40-jähriges Bestehen

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Teamwettstreit „Griffbandwickeln“: Rechts Moderatorin Marlene Reiser.  Fotos: kn
Teamwettstreit „Griffbandwickeln“: Rechts Moderatorin Marlene Reiser. Fotos: kn

Haimhausen - Bei bestem Tenniswetter haben 200 Mitglieder und Gäste das 40-jährige Bestehen der Tennisabteilung des SV Haimhausen im Innenhof der Sportanlage an der Amper begangen, mit Blick auf heute zehn gepflegte Courts. Es gab Rhabarberschorle, Bier und Mückenspray. Und einen Rückblick auf die Anfänge.

Warum es in Haimhausen überhaupt eine prosperierende Tennisabteilung gibt? Weil, so sagt die Legende, vor 40 Jahren zwei Fußballer sich sorgten, irgendwann fürs Kicken zu alt zu sein. „Was machen wir denn dann?“, fragten sie sich. „Tennis spielen!“, sagten sie sich. In völliger Verkennung der Anstrengungen, die die neue Sportart mit sich bringen würde. Es folgten Hunderte von Arbeitsstunden mit rotem Sand, ohne Bagger, aber mit viel Enthusiasmus - dann waren die ersten beiden Plätze des SV Haimhausen fertig. Das war 1973, und folgerichtig feierte die Abteilung jetzt ihren 40. Geburtstag.

„Man merkt, dass Tennis nach einer Durststrecke fast wieder so attraktiv ist wie zu Zeiten von Boris und Steffi“, sagte Abteilungsleiter Gert Schröter. Ende der 90er Jahre war die Mitgliederzahl der Abteilung auf 270 gesunken, heute sind es wieder 384 Aktive. „Wir haben starke Teams in allen Altersklassen, von den Bambini bis zu den Herren 70“, so Schröter. Vier der insgesamt 17 Mannschaften errangen in dieser Saison die Meisterschaft in ihrer Klasse, keine einzige musste absteigen - zum zweiten Mal in Folge übrigens. Mit der zwölfjährigen Stefana Topo hat Haimhausen sogar eine Spielerin, die in ihrer Altersklasse bayerische Meisterin wurde und in Deutschland zu den Top drei gehört. Die Schülerin wurde beim Jubiläumsfest als Spielerin des Jahres geehrt. Ebenso ausgezeichnet wurde der Haimhauser Tennistrainer Erik König, 23 Jahre alt, der in der Herrenmannschaft alle Begegnungen überlegen gewann und das Team zum Aufstieg führte. Er gab während der ganzen Saison im Einzel nur ein Spiel ab. Ein Spiel wohlgemerkt, keinen Satz und kein Match. Sein Ziel für 2014: „Nochmal aufsteigen.“

Manfred Teichmann, Oberbayern-Sportwart vom Bayerischen Tennisverband, überbrachte Grüße des Präsidiums und eine Anerkennungstrophäe: „Zwischen dem SVH und mir besteht eine langjährige Freundschaft“, erklärte der Herr über alle Ligen, in denen die Haimhauser Teams spielen.

Die charmant-souveräne Moderation des Abends übernahm eine der Aufstiegsspielerinnen, Marlene Reiser, die mit den Juniorinnen 18 erfolgreich gewesen war. Den besten Nachwuchs-Schlagzeuger Deutschlands, Chris Benning, sagte sie erst als Show-Act an - er brillierte mit spektakulären Percussion-Stücken auf Trommeln, Töpfen und Riesenxylophon. Später begleitete Benning seine ehemalige Bandkollegin und Dachauer Mitschülerin rhythmisch bei ihrer eigenen Gesangseinlage - so interpretierte Marlene Reiser etwa „Girl on Fire“ von Alicia Keys. Ein weiterer Höhepunkt des Programms war der dramatische Mehrkampf von zehn Mannschaften in den Disziplinen Griffbandwickeln, Tennis-Quiz, Ball-mit-der-falschen-Hand-auf- dem-Schläger-hüpfen-lassen. Ins Finale kamen die Damen und die Damen 40, wo sich trotz größtmöglicher Verkennung der Dimension eines Tennisplatzes erstere durchsetzten. Die Damen hatten in der Finaldisziplin Tenniswissen die Größe eines Courts auf 50 Quadratmeter geschätzt, die Jungseniorinnen auf 40. Lohn der Siegerinnen sind 20 Freistunden auf den Hallencourts im Winter. Jeder einzelne Platz übrigens circa 260 Quadratmeter groß.

Fürs 50-jährige Jubiläum 2023 kann ab sofort gebüffelt werden. Wo steht der Verein dann? „Mein Traum sind 500 Mitglieder“, so Abteilungsleiter Gert Schröter. Wenn es so weiter geht, sollte das zu schaffen sein.

Die beiden Ex-Kicker von einst feierten das Fest übrigens mit: Dieter Blasius, ehemals Bürgermeister der Gemeinde Haimhausen, und Stefan Weingärtner, heute noch aktiver Tennisler. (mm)

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