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Teure Angelegenheit

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Petershausen - In Petershausen kostet ein würdevoller Abgang jetzt deutlich mehr.Ursache dafür ist die Ausschreibungspflicht für die Gemeinde. Lediglich die Benutzungsgebühr für das Leichenhaus bleibt gleich.

Sterben wird teurer in Petershausen: Der Gemeinderat hat gegen eine Stimme eine neue Friedhofsgebührensatzung beschlossen. Ein erhebliches Problem damit hatte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD) in der letzten Petershausener Gemeinderatssitzung des Jahres. Deshalb lehnte er als Einziger die Änderung der Satzung ab und stimmte gegen die Erhöhung der Friedhofsgebühren.

Den höheren Gebühren liegt jedoch kein böser Wille zugrunde. Vielmehr ist die Gemeinde gehalten, in regelmäßigen Abständen die Bestattungsdienstleistungen am Friedhof wieder neu auszuschreiben. Heuer erfolgte die Ausschreibung für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017, also die nächsten vier Jahre. Dazu äußerte Bürgermeister Günter Fuchs (CSU): „Es hilft nichts. Das war eine Ausschreibung, und wir sind verpflichtet, den günstigsten Anbieter zu nehmen. Das haben wir auch getan.“

Einzig die Benutzung des Leichenhauses ist mit 112 Euro gleichgeblieben. Dass liegt daran, dass sie der Gemeinde gehört. Dagegen musste die Verwaltung alle anderen Dienstleistungen aus dem günstigsten Angebot übernehmen. Die Preise liegen teilweise mehr als 100 Prozent über den bisherigen Kosten.

Demnach kostet es, das Grab für einen Sarg in der Erdbestattung auszuheben und wieder zu schließen, in Zukunft statt wie bisher 189 gleich 320 Euro. Wird ein Grab tiefer gelegt, weil damit die Möglichkeit geschaffen wird, darüber noch einmal beerdigen zu können, sind künftig 400 Euro statt 212 fällig. Der Transport des Sarges mit vier Sargträgern zur Grabstelle samt Leitung des Trauerzuges kostet zukünftig 200 statt 164 Euro. Ebenfalls 200 Euro sind für die Urnenbeisetzung in einem Erdgrab mit Trauerfeier fällig. Zum Vergleich: Bisher wurden nur 77 Euro berechnet.

Ohne Trauerfeier kostet die Bestattung nur 150 (bisher 51) Euro. Günstiger geht es bei Bestattungen in der Urnenwand - 180 Euro mit Trauerfeier und 130 ohne. Zum Vergleich: Bisher waren dafür 60 beziehungsweise 45 Euro fällig. Richtig zur Sache geht es, wenn Verstorbene im Erdgrab umgebettet oder exhumiert werden sollen: 620 (bisher 500) Euro verlangt der neue Bestattungsdienstleister dafür. Aber auch das gibt es: Billiger - nämlich nur 70 Euro statt wie bisher 95 Euro - kommt es, wenn eine Urne umgebettet werden soll. (rds)

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