„In Misskredit gebracht“

TSV wehrt sich

Schwabhausen - Die Verantwortlichen der Tischtennisabteilung des TSV Schwabhausen sehen sich mit der jüngsten Debatte im Gemeinderat in Misskredit gebracht. Oder genauer: von einem Wortbeitrag.

Die Diskussion im Schwabhauser Gemeinderat über den Antrag des TSV Schwabhausen auf eine Überbrückungshilfe wegen der Zuschusskürzungen hat besonders bei den Verantwortlichen der Tischtennisabteilung des TSV Schwabhausen hohe Wellen geschlagen. Jetzt meldete sich unter anderem Abteilungsleiter Helmut Pfeil zu Wort: Er sei von einer Wortmeldung von Wolfgang Hörl „erschüttert“, die die Tischtennisabteilung in „Misskredit“ bringe.

Im Gemeinderat hatte es in der Debatte einige Fürsprecher für den TSV gegeben, doch nicht zuletzt wegen eines insistierenden Wolfgang Hörl, dem Sprecher der Fraktionsgemeinschaft Bürgerblock Arnbach/Freie Wähler („dem können wir so auf keinen Fall zustimmen“), war der Antrag auf Überbrückungshilfe in Höhe von 14 000 Euro vertagt worden.

Hörl hatte aus einem Artikel der SZ zitiert, wonach Erich Dengler, einer der Verantwortlichen der Tischtennissparte, gesagt habe, dass man die Mittel dazu habe, in der ersten Liga zu bestehen. Hörl hatte dazu mit dem entsprechenden Artikel gewedelt und etwas provozierend gefragt, wie das denn zur angeblichen Finanznot der Abteilung passe?

Hörl habe aber nur einen Teil der Dengler-Aussage aus dem Artikel wiedergegeben, und „ohne den Sinn zu verstehen und vor allem ohne nachzufragen, ist dadurch ein völlig falscher Eindruck entstanden, der die Tischtennisabteilung des TSV Schwabhausen in Misskredit bringt“, ärgert sich Helmut Pfeil, der sich derzeit mit fünf Schwabhauser Spielerinnen bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld befindet. Pfeil: „Wir wurden gefragt, ob wir uns die erste Bundesliga leisten können. Unsere Antwort darauf war: ,Finanziell ja, aber dann ist für die Jugendarbeit kein Geld da. Deshalb ziehen wir uns aus der ersten Liga zurück und entscheiden uns für die Jugendarbeit.“ Das stehe sinngemäß auch in dem Artikel so. Jedenfalls wolle man auch nach der Kürzung der Förderung durch die Gemeinde „unsere erfolgreiche Jugendarbeit weiterführen“, betont Helmut Pfeil, wie Dengler früherer Gemeinderatskollege von Hörl.

Auf diesen ist Pfeil nicht gut zu sprechen: „Ich bin erschüttert darüber, dass Herr Hörl einen völlig falschen Inhalt veröffentlicht – ohne nachgefragt zu haben. Dieses Vorgehen, das in der Öffentlichkeit ein völlig falsches Bild der Tischtennisabteilung zeigt, finde ich, gelinde gesagt, äußerst fragwürdig.“

TSV-Chef Willi Jais hatte im Antrag des Sportvereins darauf verwiesen, dass die Tischtennisabteilung mit ihren Erfolgen ein sportliches Aushängeschild für Schwabhausen sei. Nicht nur mit der ersten Liga, sondern vor allem auch mit nationalen und internationalen Titeln sorge der TSV für viele positive Schlagzeilen. „Wir tragen damit zu einem erheblichen positiven Image für die Gemeinde bei. Alle diese Erfolge gehen auch auf die Talentförderung zurück.“ Mit den für alle Vereine einheitlichen Richtlinien ist unter anderem auch diese Förderung weggefallen.

Dass man in die finanzielle Bredouille geraten sei, sei auch dem Umstand geschuldet, dass „entgegen unserer Bitte“ (Jais) die neuen Förderrichtlinien mit sofortiger Wirkung Gültigkeit erlangen. Und das, obwohl sie „dem TSV und den Vereinen noch gar nicht zugestellt“ wurden, wie Bürgermeister Josef Baumgartner in der Sitzung einräumte. Die sofortige Inkraftsetzung mache es dem TSV unmöglich, seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, so Willi Jais. Und Erich Dengler ergänzt: „Zur Zeit werden die fehlenden Zuschüsse für die zurückliegende Saison von ehrenamtlichen Funktionären der Abteilung privat vorgestreckt.

tor

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