Jubeln, Stampfen, pfeifen, klatschen: Die Karlsfelder Weiber haben einen Mordsspaß. hab

Es toben die Weiberleid

Karlsfeld - Die Hexen sind los! Doch nicht nur die. Zebras, Teufel, Indianer und die Biene Maja? Wenn alle sorglos miteinander tanzen und feiern kann das nur eines bedeuten: Der Weiberfasching im Karlsfelder Bürgerhaus hat begonnen.

30 Mal Karlsfelder Weiberfasching - schon 30 Jahre lang veranstaltet der AWO Ortsverein Karlsfeld dieses Spektakel der Superlative zu Fasching. Für diesen runden Geburtstag haben die Veranstalterinnen ganz besondere Gäste geladen.

Achtmal Weltmeister, dreimal Europameister und zwölfmal Deutscher Meister sind die Boogie-Magic’s Hohenbrunn geworden. Als Piloten und Stewardess verführen sie die Karlsfelder zum Boogie-Woogie und ernten jede Menge Applaus. Während den Showeinlagen ist es niemand anders als die Musiker der Blechblos’n, als Zirkusdompteure verkleidet, die den feierwütigen Mädls so richtig einheizen. Knalliges Pink, Neonfarbiges Blau, saftiges Orange, quietschendes Grün: In neonfarbigen Fracks strahlen die Musiker von der Bühne herunter: „Liebe Dachauer, ihr seid’s da Wahnsinn!“

Wahnsinn, dieses Kompliment geben die Karlsfelder Weiberleid nur zu gerne zurück: Sie jubeln, stampfen, pfeifen und klatschen. Ein Hit folgt dem anderen, die Tanzfläche bleibt den ganzen Abend übervoll.

Bilder: So toben die Weiberleid

Schulter an Schulter, Hüfte an Hüfte, Fuß an Fuß - bei so viel guter Laune und toller Musik kann gar niemand anders, als ausgelassen zu tanzen und diesen Abend ganz ohne Männer zu genießen. Ohne Männer? Nun ja, nicht ganz. Auf das Olchinger Männerballett wollte an diesem Abend keine Frau verzichten. 14 Rocker-Helden mit schwarzer Lederjacke, Stirnband, Totenkopf-T-Shirt tanzen zu sieben rockigen Liedern, die ins Ohr gehen und bezaubern die Frauenherzen. Die Männer zwischen 30 bis 60 Jahren parodieren Elvis und Tina Turner, ziehen sich gegenseitig die Lederjacken aus. Kurz um: Bei so viel Ausstrahlung macht der Auftritt des Olchinger Männerballetts vor allem eines: Spaß.

Als letzten Höhepunkt des Abends tritt die Karlsfelder Gruppe Jumpagnes auf. Ihre diesjährige Tanzgeschichte: „Angelika Ferkel taucht unter.“ Die korrupte Politikerin kentert mitten auf See und lernt das kleine Seevölkchen der „Atlantösen“ kennen. Mit ozeanblauen Pailletten bestickten Glitzerröcken tanzen die Jumpagnes um Angelika Ferkel herum, lassen sie immer tiefer in den Ozean eintauchen. Sogar gegen einen weißen Hai muss sich die Bürgermeisterin behaupten. Zum Glück schaffen es die Atlantösen sie zu befreien. Mit toller Choreographie entführt die Showtanzgruppe die Karlsfelder Weiberleid ins Reich des Meeres. Charmant, witzige Geschichte gepaart mit phantastischem Tanzprogramm sorgen die Jumpagnes Mädels für tosenden Applaus.

Doch nach dem Auftritt ist an diesem Abend noch lange kein Ende in Sicht - an Heimgehen denkt so schnell noch niemand.

(reg)

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