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Schöpfer und Namensgeberin: Tobi Socher und Töchterchen Theresa präsentieren die neue Biersorte: das Reserl.

Das Reserl ist da

Fürs Töchterchen: Neue Sorte beim Indersdorfer Tobiasbräu 

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Indersdorf -Eigentlich war die Sache von Anfang an klar. Doch bis er den Plan verwirklichen konnte, hat es dann doch ein paar Jahre gedauert. Jetzt hat sich der Indersdorfer Brauer Tobi Socher einen Traum erfüllt. Er hat ein Bier für seine Tochter kreiert: Das Reserl ist da.

Es ist nicht gerade der typische Kleinmädchentraum, schon klar. Aber als Wirbelwind Theresa zum ersten Mal die Kühlung in Papas Brauerei öffnete und hunderte von Bierflaschen mit ihrem Namen drauf entdeckte, fiel das Mädl Tobi Socher jubelnd um den Hals. „Mei, Bapa!“, rief die süße Siebenjährige begeistert. Doch bis zu dieser Umarmung gab es eine lange Vorgeschichte.

„Eigentlich wusste ich seit sie auf der Welt ist, dass sie mal ihr eigenes Bier bekommen soll“, sagt Papa und Braumeister Tobi Socher. Alles andere wäre ja auch ungerecht – schließlich haben seine beiden Söhne längst auch ein eigenes Bier. Hinter ihm auf einem Regal in der Brauerei stehen Flaschen vom Quirinator (Quirins Bier, den süffigen Doppelbock gibt’s zur Fastenzeit) und vom Bene-Bock (Benedikts hellen Bock) gibt’s ab Mai. Da Quirin und Benedikt bereits zwölf und zehn Jahre alt sind, war natürlich bei Theresas Geburt vor fast acht Jahren klar: „Irgendwann wird’s ein Reserl-Bier geben.“ Doch bis dahin sollten noch viele Jahre vergehen. Bis vor kurzem hat Tobi Socher sein eigenes Bier auch noch selber abgefüllt – Flasche für Flasche. „Da war einfach nicht die Kapazität für eine neue Sorte da“, erklärt der Braumeister. Doch jetzt wird das Bier extern abgefüllt und Socher hatte also Zeit, endlich das langersehnte Reserl zu kreieren.

Ein leichtes Sommerbier sollte es werden. Eins für laue Nächte im Garten, ein Hängemattenbier, eins, das man gern am See trinkt, während die Sonne die hellgoldene Farbe im Glas schimmern und das Gesicht wohlig warm werden lässt. Seit drei Jahren weiß Socher schon genau: Dieser Hopfen soll es sein. Zehn Leute hatte er damals zur Blindverkostung eingeladen. Für den vierfachen Vater war schnell klar: Für’s Reserl soll es der Hopfen mit dem zwar wenig bayerischen Namen, dafür aber mit einem umso fruchtigeren Aroma, sein: „Cascade“ ist eine amerikanische Hopfensorte, wächst aber mittlerweile auch in der Holledau. Nach schwarzer Johannisbeere soll sie schmecken, „das find’ ich persönlich zwar jetzt nicht, aber der Hopfen hat ein tolles fruchtiges Aroma“, sagt Tobi Socher.

Der Braumeister grinst, so wie vor kurzem, als er den ersten Schluck Reserl probiert hat. 1800 Flaschen sind jetzt abgefüllt. „Ich war gleich zufrieden mit dem Geschmack, es war mir nur noch a bisserl zu jung.“ Heißt: Tobi Socher ließ das Bier noch zwei Wochen reifen. Nun ist es ab heute, dem Namenstag der Teresa de Los Andes, zu haben. „Ich bin sehr gespannt, wie das Reserl bei den Leuten ankommt.“ Töchterchen Theresa sicher auch. Die darf ihr eigenes Bier zwar nicht probieren, ist aber trotzdem mächtig stolz. Falls es den Indersdorfern auch schmeckt, könnte es künftig, über den Sommer, auch das gewöhnliche Helle ablösen.

Das Reserl

gibt es ab dem heutigen  Donnerstag zu kaufen. Es ist in Indersdorf bei Tobiasbräu, Getränke Lerchl, Mosers Lebensmittel, Bäckerei Pest und im Getränkemarkt Rewe erhältlich.

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