Hundeattacke war nicht Schuld am Tod

Trauer um Erdweger Geschäftsmann

Erdweg - Die Nachricht hat sich in Erdweg wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Hans Daurer ist tot. Der frühere Erdweger Geschäftsmann starb am Mittwoch.

Hans Daurer war bekannt aus seiner Telege- und Postagentur, die er mit seiner Frau Elisabeth bis Januar 2015 in Erdweg führte und dann an die beiden Schwiegertöchter abgab. Die Erdweger kannten Daurer aber auch aus vielen Vereinen, die er zum Teil mitbegründet hat. So etwa die IG Wirtshaus am Erdweg. Darüber hinaus engagierte sich der gebürtige Sulzemooser bei der Freiwilligen Feuerwehr Großberghofen, beim Gewerbeverband Erdweg und seit Januar 1981 bei der Spielvereinigung Erdweg. Dort war er von 1996 bis 99 Kassier und von 2010 bis 2013 zweiter Vorsitzender. „Er war der Macher im Hintergrund“, kennzeichnet Vorsitzender Robert Modlinger den Verstorbenen. Für Robert Modlinger war Hans Daurer „wie mein Zwilling“. „Wir wollten noch soviel miteinander unternehmen.“ 

Im November vergangenen Jahres war Hans Daurer von einem Hund attackiert worden (wir berichteten). Bei einem Spaziergang am Petersberg preschte eine frei laufende Bordeaux-Dogge auf Hans Daurer zu und verbiss sich in dessen Arm. Daurer wurde in ein Münchner Krankenhaus gebracht und im Laufe mehrerer Wochen mehrmals operiert. 

Zu den Weihnachtsfeiertagen allerdings wollte Hans Daurer zu Hause sein. Auf eigene Verantwortung verließ er das Krankenhaus bis zum nächsten Werktag. Auch an Silvester war Hans Daurer bei seiner Familie, fühlte sich aber wohl so schwach, dass er zum Feuerwerk gar nicht herauskam, so Monika Mate, die im Haus der Daurers wohnt.

Komplikationen durch eine hinzugekommene Gelbsucht zwangen den 61-Jährigen schließlich wieder ins Krankenhaus. In der Dachauer Klinik verstarb Hans Daurer am Mittwochmorgen. Allerdings war die Hundeattacke nicht die eigentliche Ursache für den Tod von Hans Daurer, wie jetzt seine Familie mitteilte.

Wie es mit der Bordeaux-Dogge weitergeht, steht indes noch nicht fest. Die Gemeinde Erdweg hat den Hundebesitzer, der im Gemeindegebiet lebt, angeschrieben und ihn von verschiedenen Auflagen in Kenntnis gesetzt: ständiger Leinenzwang mit maximal 1,5 Meter langer reißfester Leine und schlupfsicher angebrachtem Halsband. Darüber hinaus hat die Verwaltung einen Maulkorbzwang angeordnet, wie Geschäftsleiter Robert Wagner mitteilt. Außerdem wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Gefährlichkeit des Hundes einstufen soll und Maßnahmen vorschlägt.

Sabine Schäfer

Rubriklistenbild: © dpa

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