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Abenteuerliches Bauklötzchensystem: Der türkische Lastwagen hatte drei weitere Lkw auf seinem Auflieger gestapelt.

Türkischer Lastwagen hatte auf dem Auflieger drei Lkw gestapelt

Tunnelsperre wegen abenteuerlicher Ladung

Ein türkischer Lastwagen hat am Donnerstagabend die automatische Sperre im Aubinger Tunnel ausgelöst - wegen einer abenteuerlichen Ladung. Er hatte auf seinem Auflieger drei Lastwagen gestapelt.


Der Lastwagen hat mit seiner Ladung die zulässige Höhe im Tunnel überschritten - und deshalb löste am Donnerstagabend die automatische Tunnelsperre aus. Ab 21 Uhr war die Autobahn 99 in Fahrtrichtung Lindau total gesperrt. Die Beamten der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck staunten nicht schlecht, als sie den türkischen Lkw mit seiner abenteuerlichen Ladung vor den geschlossenen Schranken des Tunnel Aubing stehen sahen.

Auf dem Sattelauflieger hatte der 37-jährige türkische Lkw-Fahrer drei ältere Lastwagen gestapelt. Um die Höhe so gering wie möglich zu halten, wurden sogar noch die Reifen der Lkw abmontiert. Das reichte jedoch nicht aus, um die vorgeschriebene Maximalhöhe von vier Metern einzuhalten.

Beim Nachmessen der Fahrzeug-Höhe stellten die Polizeibeamten fest, dass der Sattelzug mit einer Höhe von knapp 4,50 Metern unterwegs war - und deshalb löste die automatische Höhenkontrolle aus.

Bei näherer Betrachtung der abenteuerlichen Ladung wurde weiterhin festgestellt, dass die Gurte, die zur Sicherung der geladenen Lkw verwendet wurden, bereits total verschlissen und eingerissen waren. Ob diese einer Belastung beim Bremsen oder in engen Kurven standgehalten hätten, ist fraglich, wie die Polizei in einer Pressemitteilung erklärte.

Da ein Umladen auf der Autobahn nicht möglich war, musste der türkische Sattelzug rückwärts zur nächsten Anschlussstelle rangiert werden; die Tunneldurchfahrt mit dieser unzulässigen Höhe war unmöglich. Nach 20 Minuten konnte die Totalsperre der A 99 wieder aufgehoben werden. Der Rückstau, der bis zum Tunnel Allach reichte, löste sich nach etwa 30 Minuten wieder auf.

Neben dem erheblichen Bußgeld muss nun geprüft werden, ober der türkische Fahrer überhaupt im Besitz einer Genehmigung für diesen Transport ist, so die Polizei.

dn

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