Unterstützen das Glasfaserprojekt (Stehend v.l.): Markus Hagl (Sprecher Bürgerinitiative (BI)), Andreas Ciganek (BI), Leo Asam (Altonetz), Christian Richter (Hauptamtsleiter Gemeinde Altomünster), Meinhard Feldmann (MYGATE), Walter Erl (MYGATE), Stefan Reindl (Altonetz), Bürgermeister Konrad Wager, Christian Schweiger (Altonetz), Bernhard Rapp (RBS Netkom) und Markus Eichinger (Projektant von RBS). Knieend v.l.: Josef Treffler (BI) und Dominik Rapp (RBS Netkom). Foto: kn

Turbo-Internet für alle Haushalte

Altomünster - Eine Investorengruppe aus Altomünster will die Gemeinde mit Glasfaserverbindungen ins Turbo-Internet-Zeitalter katapultieren. „FTTH“ heißt das Zauberwort.

Die Abkürzung steht für Fibre to the Home - Glasfaserverbindungen für jeden einzelnen Haushalt, mit Datenverbindungen von 100 Megabit/Sekunde. Fernsehen, Video-on-Demand, Telefon und viele weitere Dienste sollen darüber laufen. Zum Vergleich: Manche der kleineren Ortschaften im Landkreis Dachau leben zur Zeit mit Verbindungsgeschwindigkeiten von einem Megabit/Sekunde.

Christian Schweiger, CSU-Gemeinderat und Geschäftsführer der Schweiger-Straßenbau GmbH, steht in den Startlöchern, um für das Projekt die Altonetz GmbH zu gründen. Einer seiner Partner ist Stefan Reindl, Vorstandsmitglied bei einem ostdeutschen Energieversorger und ein gebürtiger Altomünsterer. Ein weiterer Kooperationspartner ist die Bürgerinitiative Alto-Net, die sich schon lange die Breitbandversorgung der Kommune auf die Fahnen geschrieben hat.

Für die Inhalte wird die deutsche Tochter der Schweizer Mygate AG sorgen, die nach eigenen Angaben entsprechende Netze in Zürich, Bern und Davos realisiert hat.

In der ersten Stufe sollen die Gemeindeteile Thalhausen, Wollomoos und Pfaffenhofen verkabelt werden. Bei ersten Bürgerversammlungen in Thalhausen und Wollomoos sei die Resonanz sehr positiv gewesen, berichtet Christian Richter, Geschäftsleiter der Kommune. Die Marktgemeinde wird das Pilotprojekt mit 195 000 Euro fördern. Laut Reindl liegen die Kosten hierfür bei rund 600 000 Euro.

Für die Anbindung aller Ortsteile seien Mittel in Höhe von ungefähr zwei Millionen Euro notwendig. Allerdings hat die Sache einen Haken: Das Pilotprojekt kann nur realisiert werden, wenn 75 Prozent der Haushalte in den Ortsteilen einen Vorvertrag mit der Mygate AG abschließen. Dieser trete aber nur in Kraft, wenn das Projekt tatsächlich realisiert werde, versprechen die Initiatoren.

Doch dann soll es sehr schnell gehen: Schon zu Weihnachten könnte man mit Internet-TV rechnen, sind sich Schweiger und Reindl einig. Die Fixkosten für den Verbraucher sollen zwischen 25 Euro und 75 Euro liegen - zuzüglich Einrichtung und WLAN-Router.

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