Vorstellung der Indersdorfer Südspange

So soll das erste Stück der Umfahrung aussehen

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Die Umfahrung von Indersdorf bekommt langsam ein konkretes Aussehen. Zudem steht jetzt fest: Der Bereich ums Kloster wird vorerst nicht verkehrsfrei.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Dachauer Kreisausschuss die südliche Umfahrung von Indersdorf auf den Weg gebracht. Die Tiefbauverwaltung darf nun die Planfeststellung bei der Regierung von Oberbayern beantragen (wir haben berichtet). Jetzt haben die Experten den Indersdorfern die Planung detailliert vorgestellt.

Die Indersdorfer Umfahrung wird seit vielen Jahren geplant. Jetzt geht es endlich ein Stück voran. In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend erklärte der Tiefbauamtsleiter des Dachauer Landratsamtes, Torsten Kohlmann, warum es Sinn macht, zunächst nur den Abschnitt vom neuen Kreisverkehr am Lidl rüber zur derzeitigen DAH 3 zu bauen: „Es macht keinen Sinn, einen Bereich maximal zu entlasten und einen anderen dafür maximal zu belassen“. Kohlmann bezieht sich auf die Verkehrsprognosen von Prof. Dr. Harald Kurzak. Wenn die Umgehung wie vorgeschlagen zunächst bis zur DAH 3 gebaut wird, ergibt sich folgende Prognose: Die Maroldstraße wird um 5100 Fahrzeuge pro Tag entlastet, die Dachauer Straße hingenen muss 1000 Autos mehr schultern. Doch würde der Abschnitt weiter bis zur DAH 9 (ohne den Umfahrungsringschluss) gebaut, hieße das: Die Maroldstraße wird um 6300 Fahrzeuge entlastet, die Dachauer Straße um 2000 zusätzliche Fahrzeuge belastet. „Das geht nicht“, sagt Kohlmann. Zudem rät er: „Die Durchfahrt Maroldstaße soll für den Verkehr zwar offen bleiben, aber unattraktiv werden.“ Zum Beispiel soll sie für Lkw gesperrt werden und überall eine Tempo-30-Zone bekommen. „Die Straße komplett sperren geht erst, wenn die komplette Umfahrung fertig ist“, so Kohlmann. Bürgermeister Franz Obesser ergänzte: „Das würde sonst wieder auf Kosten der Dachauer Straße gehen.“

Michael Mayr vom zuständigen Planungsbüro informierte die Kommunalpolitiker über die Gestaltung der Straße: Vorschriftszwängen geschuldet wird die Südspange äußerst wuchtig: acht Meter Fahrbahnbreite, dazu links und rechts je 1,50 Meter befestigtes Bankett – macht eine Gesamtbreite von 11 Metern. „Zudem werden drei Brücken gebaut“ erklärt Mayr. Eine für die Straße über die Bahngleise, „da brauchen wir rund sechs Meter Abstand“, eine für die Straße über den Rothbach und eine für Radfahrer über den Rothbach. „An der höchsten Kuppe wird der Verkehr auf Tempo 70 begrenzt, dort liegen wir etwa 7,5 Meter über dem Gelände.“

Für das Bauprojekt müssen Ausgleichsflächen in punkto Naturschutz geschaffen werden. Die Gemeinderäte billigten einstimmig die Pläne und stimmten einem Planfeststellungsverfahren zu. Die Frage der Kostenbeteiligung soll zeitnah mit dem Landkreis geklärt werden.

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