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Ab sofort fraktionslos: Andreas Turner.

Bündnis für Karlsfeld reagiert

Turner fliegt aus der Fraktion

Karlsfeld - Das Bündnis für Karlsfeld hat die Reißleine gezogen: Andreas Turner gehört nicht mehr der Gemeinderatsfraktion der Wählergruppe an. Und: Gegen Turner wird ermittelt, dem Vernehmen nach wegen Bedrohung.

Das Bündnis für Karlsfeld hat sich selbst aus der Schusslinie genommen und den Ausschluss von Gemeinderat Andreas Turner aus der Fraktion veranlasst. Wie Bündnis-Vorstand Robert Brauneis mitteilt, seien „die Vorgehensweise und das Verhalten des Gemeinderates Andreas Turner nicht mit den Grundsätzen, für die das Bündnis steht, in Einklang zu bringen“. Wie mehrfach berichtet, hat Turner nach Ansicht des Landratsamtes ohne Genehmigung 2000 Quadratmeter Grünfläche gerodet und dabei schützenswerte Pflanzen zerstört. Ihm halfen Flüchtlinge dabei, die Turner entgegen der Absprache nicht oder nur zum Teil bezahlt haben soll. Turner wird zudem mit anderen fragwürdigen Vorfällen in Verbindung gebracht. „Wir möchten nochmals eindeutig klarstellen, dass die Handlungen des Herrn Turner in jüngster Vergangenheit unseren Zielsetzungen eklatant zuwidergelaufen sind“, schreibt Brauneis. Hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung und Ziele der Gemeinderatsarbeit und der Arbeit im Bündnis für Karlsfeld gebe unterschiedliche Auffassungen. Turner bestätigt dies. Die Trennung sei einvernehmlich verlaufen. Sein Mandat als fraktionsloser Gemeinderat werde er weiterhin wahrnehmen, sagte Turner am Freitag. Wie Roland Itzstein von der Dachauer Polizei gestern bestätigte, läuft ein Ermittlunsgverfahren gegen Andreas Turner. Vorausgegangen sei eine Anzeige. Weshalb gegen Turner ermittelt wird, darf der Polizeisprecher nicht verraten. Die „SZ“ aber schreibt, Turner soll Flüchtlinge bedroht haben, einen jungen Mann sogar mit dem Tode. Turner weist alle Anschuldigungen zurück. „Da muss ich lachen“, sagt er zum Vorwurf, er habe einen Flüchtling mit dem Tode bedroht. Er glaube zu wissen, um wen es sich handelt: „Dem habe ich 5000 Euro geliehen – und der hat mich bedroht.“ Er werde mit „Gerüchten und Vermutungen torpediert“, so Turner. Er habe Flüchtlinge ausschließlich mit Arbeitsgenehmigungen beschäftigt. Das könne er belegen. Dem Landratsamt hätte dies bekannt sein müssen, dort aber arbeite man „absichtlich“ gegen ihn. CSU-Gemeinderat Johann Willibald hatte Turner in den vergangenen Wochen mehrfach zum Rücktritt aufgefordert. Dass Turner nun nicht mehr Fraktionsmitglied ist, sei ein „Schritt in die richtige Richtung, es hätte das Bündnis sonst zerrissen“. Willibald betonte, dass eine vernünftige Sacharbeit mit den anderen vier Bündnis-Mitgliedern im Gemeinderat immer schon möglich gewesen sei. Turner verliert nicht nur seinen Platz in der Fraktion, sondern auch seine Sitze im Bauausschuss und um Rechnungsprüfungsausschuss.

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