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Bier her, Bier her... Das gilt womöglich bald schon auch in den kleinen Buden auf dem Dachauer Volksfest.

Antrag der Dachauer CSU

Mehr Bier auf der Wiesn

Dachau - Die CSU will das Volksfest verbessern und hat dazu einen Antrag gestellt. Mit drei Vorschlägen: erstens mehr Girlanden, zweitens mehr Glückshafen-Stunden – und drittens: mehr Bier.

Das Volksfest soll besser und schöner werden – das ist ein Anliegen der CSU-Fraktion des Dachauer Stadtrats. Deshalb hat sie einen Antrag gestellt, in dem sie drei Vorschläge vorbringt. So sollen die Eingänge zum Volksfestplatz „attraktiver und ansprechender“ gestaltet werden, zum Beispiel mit einem mit Girlanden umrahmten Willkommenschild. Da auch in Zukunft am Eingang die Taschen kontrolliert werden sollen, komme dem Eingang eine größere Bedeutung zu und soll deshalb besucherfreundlicher werden. Außerdem will die CSU den Glückshafen eine Stunde früher öffnen, also schon um 12 Uhr statt erst um 13 Uhr, wenn auch mit kleiner Besetzung. In den vergangenen Jahren habe die Besucherzahl in der Mittagszeit zugenommen, auch andere Buden sperren schon um 12 Uhr auf, und viele Besucher bedauerten laut CSU, dass zu dieser Zeit der Glückshafen noch geschlossen ist. Zudem wirke die geschlossene Front „extrem abweisend“.

Und dann hat die CSU noch einen dritten Vorschlag, der wohl die größte Veränderung bringen würde: Sie möchte, dass auch kleinere Zelte und Buden Bier, Wein und Schnaps ausschenken dürfen, und zwar alle, die Sitz- oder Stehplätze an Tischen anbieten. Der Bierausschank soll allerdings gestaffelt werden: Die allerkleinsten Stände sollen Bier bis 0,33 Liter ausschenken dürfen, die mittleren Zelte sollen Bier bis zu 0,5 Liter verkaufen dürfen, und die großen Festzelte weiterhin das Bier in der Mass – und zwar schon ab dem Volksfest 2017. „Uns geht’s darum: Es soll einfach fairer zugehen“, sagt Florian Schiller, Fraktionsvorsitzender der CSU. Dabei hat er aber auch die Gemütlichkeit des gesamten Volksfests im Blick, etwa: Man isst eine Currywurst an einer kleinen Bude, und bekommt dort auch ein kleines Bier dazu – und nicht nur, wie bisher, eine schnöde Limo. „Mir ist das selber auch schon so gegangen“, fügt er hinzu.

Bisher gilt die Regelung, dass im großen Festzelt das Bier in Masskrügen ausgeschenkt werden muss. Die mittelgroßen Zelte haben diese Vorschrift nicht, dort dürfen Masskrüge oder 0,5-Liter-Gläser benutzt werden. Zudem haben laut Dachaus Hauptamtsleiter Josef Herrmann einige Imbissstände die Erlaubnis, Alkoholika wie Cocktails auszuschenken, und es gibt einen Spirituosenstand. Gesetzlich gesehen gebe es zu dem Thema keine Vorgaben, der Hauptausschuss kann also neu darüber entscheiden, sagt Herrmann.

Ewald Zechner, der Wirt des großen Festzelts, hat mit dem Vorschlag auch kein Problem. Die kleinen Zelte seien „keine wirkliche Konkurrenz“, sagt der Gastronom, schließlich gehe man aus vielen verschiedenen Gründen ins große Festzelt: wegen der Stimmung, der Musik und der Atmosphäre. „Bei uns ist eine ganz andere Welt als draußen“, sagt Zechner. Außerdem kommt ihm Veränderung ganz Recht: Denn er hätte gerne die Erlaubnis, das Franziskaner-Kellerbier in 0,5-Liter-Tonkrügen servieren zu dürfen. Für 2016 wurde ihm das nicht erlaubt, nun hofft er auf das nächste Jahr.

Bier an den Ständen, Halbliterkrüge im Zelt – wo soll das alles nur hinführen? Nicht zu weit weg vom Althergebrachten, betont Florian Schiller: „Der Charakter des Volksfests soll im Wesentlichen erhalten bleiben, das ist uns wichtig.“ np

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