Wegen 179 Euro: Polizist von „Reichsbürger“ schwer verletzt

Wegen 179 Euro: Polizist von „Reichsbürger“ schwer verletzt
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Sieben Tage nach der erfolgreichen Operation kann der kleine Umit zur Reha ins Friedensdorf entlassen werden.

Achtjährige Leidenszeit ist zu Ende

Umit kann wieder laufen

Dachau – In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Friedensdorf International kam der elfjährige Umit (Name geändert) aus Usbekistan an das Helios Amper-Klinikum Dachau, er wurde endlich an seinem linken Bein operiert, womit eine lange Leidenszeit zu Ende ging. Denn acht Jahre lang hat Umit an einem nicht ausgeheilten Unterschenkelbruch laboriert.

Seit 15 Jahren behandelt Prof. Dr. Michael Scherer, in Dachau Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie, jährlich ein bis zwei Kinder, die mit schweren Verletzungen nach Deutschland kommen, weil die medizinische Versorgung in ihrem Heimatland nicht möglich ist. Mitte Februar kam der Elfjährige gemeinsam mit über 100 Kindern aus Afghanistan, Usbekistan und anderen Nachbarländern nach Deutschland. Regelmäßig fliegt Friedensdorf International diese Länder an, um Kindern eine medizinische Behandlung in Deutschland zu ermöglichen.

Es war nicht die erste Reise in das über 5000 Kilometer von der Heimat entfernte Deutschland für den usbekischen Dorfjungen. Bereits 2013 war er zur ersten medizinischen Behandlung in Deutschland.

Umit wurde mit einem seit acht Jahren nicht geheilten Unterschenkelbruch nach Dachau gebracht. Durch den nie ausgeheilten Bruch ergab sich eine Beinverkürzung von über fünf Zentimetern und eine schwere Missbildung seines Fußes, denn der Umit konnte sein Bein seit seinem vierten Lebensjahr nicht mehr benutzen.

„Zur Rekonstruktion haben wir das Wadenbein des kleinen Patienten als Ersatz des Schienbeins eingebaut, Fremdknochen transplantiert und alles mit zwei Platten und Schrauben stabilisiert“, erklärt Scherer.

Eine besondere Beziehung baute der Junge zu seinen beiden ehrenamtlichen Betreuerinnen von Friedensdorf International auf. Während seines Krankenhausaufenthaltes schauten die beiden täglich vorbei und umsorgten den usbekischen Buben. Besonders beim Kartenspielen taute der stille Junge auf, seine beiden Mitspielerinnen hatten keine Chance. Bereits sieben Tage nach seiner Operation wurde Umit bei voller Mobilität am Unterarmgehstütz in die Heimeinrichtung des Friedensdorfes entlassen. Dort verbrachte er noch einige Zeit in der Reha und erholte sich mit Kindern aus seiner Heimat und neun anderen Nationen. Vor 14 Tagen trat Umit gemeinsam mit 100 Kindern die Heimreise nach Usbekistan an.

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