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Mittelschule Haimhausen

Eine ganz besondere Abschlussklasse

Die Absolventen der Haimhauser Mittelschule können besonders stolz auf sich sein: Was ihnen gelungen ist, gab es an dieser Schule seit einem ganzen Jahrzehnt nicht mehr.

"Das gab es in Haimhausen zuletzt vor zehn Jahren“, jubelte die Rektorin Cornelia Stock mit den erfolgreichen Schülern bei der Zeugnisvergabe. Die 9. Klasse hat geschlossen den qualifizierenden Hauptschulabschluss erreicht. Eine so erfolgreiche Abschlussklasse wie in der Mittelschule Haimhausen ist extrem selten.

Bürgermeister Peter Felbermeier bestätigte, dieses Ergebnis sei nicht nur in Haimhausen, sondern auch im Landkreis etwas ganz Besonderes. Unter den 18 Absolventen waren fünf Einser – unter ihnen die drei besten im Landkreis – und acht Zweier vor dem Komma. „Damit habt ihr alle bisherigen Ergebnisse überschritten“, lobte Cornelia Stock ihre erfolgreichen Schüler. „Ihr konntet eure besten Leistungen im richtigen Moment abrufen. Jetzt gilt es, auf ein neues Ziel hinzuarbeiten, und da bin ich für euch sehr zuversichtlich.“

Um diese Leistungen zu erreichen, gehörte neben einem ungeheuren Einsatz der Schüler auch eine hoch qualifizierte Klassenlehrerin. Seit zwei Jahren ist Julia Phillippitsch Lehrerin in Haimhausen. Mit Freude übernahm sie damals die 8. Klasse und motivierte sie bis zum letzten Prüfungstag. „Ich bin jeden Tag mit einem guten Gefühl zu euch in die Schule gekommen“, sagt sie ihren Schützlingen bei ihrer Abschiedsrede. Ihr Verdienst war es, die Schüler in einem ohnehin schwierigen Entwicklungsalter mit einer Mischung aus Verständnis, Vernunft und auch mal Strenge bei der Stange zu halten. Unterstützt wurde sie dabei von den Kollegen der Offenen Ganztagsschule, die nicht weniger stolz als die Klassenlehrerin waren. Ein paar Tränen schimmerten in den Augen von Julia Phillipptisch, als sich die Schülersprecher unter tosendem Applaus von ihr verabschiedeten.

Bester Absolvent war Lukas Lenz aus Fahrenzhausen mit der Gesamtnote 1,3. Mit jeweils 1,5 folgten ihm Sarah Reindl und Katrin Edlfurtner. Besonders hervorzuheben waren Sara Khaled und Ovidin Onofrei. Beide kamen vor etwa zwei Jahren ohne Deutschkenntnisse aus Syrien und Rumänien nach Deutschland und beide erreichten trotz anfänglicher Sprachprobleme den Qualifizierenden Hauptschulabschluss. Sara Khaled schaffte sogar die Gesamtnote 2,4.

Heinrich Stadlbauer, Bürgermeister von Fahrenzhausen hielt die Laudatio für die Absolventen mit der Beschreibung des Lebenswegs von Alfons Schubeck. Diesem sagte wohl einst einer seiner Lehrer, aus ihm werde nichts Gescheites. Doch mit zäher Hartnäckigkeit hat er sich bis nach ganz vorne durchgesetzt. „Sein Preis war, der Beste sein zu wollen. Ihr habt heute den Schlüssel dazu in die Hand bekommen. Ich wünsche euch für euren Lebensweg eine leidenschaftliche Neugierde, die niemals vergehen soll“, sagte Stadlbauer.

Die Wegweiser für die nahe Zukunft waren schon bei der Zeugnisvergabe erkennbar. Zehn Schüler haben bereits einen Lehrvertrag in der Tasche. Sie werden Hotelfachleute, Anlagenmechaniker, Groß- und Außenhandelskaufleute oder lernen solide Handwerksberufe. Vier von ihnen, darunter die drei Schulbesten, besuchen den M-Zweig und streben die Mittlere Reife an, zwei machen ein freiwilliges soziales Jahr. Zwei weitere Schülerinnen besuchen jeweils die Kosmetikschule und die Sozialpflegeschule.

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