Hutter-Heimatmuseum

Viel Arbeit für den Verein

Sie wollen den Bestand des Museums in Großberghofen erhalten, pflegen und erweitern. Bei der Jahresversammlung des Vereins Hutter-Heimatsammlung wurde einmal mehr deutlich, dass dazu eine Menge Arbeit notwendig ist.

Drei Baumaßnahmen stehen im Hutter-Museum in Großberghofen an. Vieles ist auf das Alter des ehemaligen Pfarrhofs in Großberghofen zurückzuführen, wie etwa die Umbauten zur Feuersicherheit, die dritter Vorsitzender Dr. Hans Waldmann den zahlreichen Mitgliedern erläuterte.

Das Problem: Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Haus. Und dennoch muss wegen der vielen Holzkonstruktionen und der gleichzeitigen Kaminwirkung durch den Flur ein Notausgang im Dachgeschoss installiert werden. Eine Stahlkonstruktion als Nottreppe scheidet aus optischen Gründen aus. Deswegen wird der Verein ein Fenster im Dachgeschoss in eine Tür umwandeln. Im Bedarfs- oder eben Notfall dient dann eine Feuerleiter oder eine -Rutsche als Ausgang.

Ein großes Problem stellt laut Hans Waldmann die Heizung und beginnender Schimmel dar. Die Gemeinde Erdweg als Eigentümerin des ehemaligen Expositurhauses strebt daher mit der Umstellung von Öl- auf Gasbetrieb gleich eine große Lösung an. Dies bedeutet, dass das Verteilersystem im Haus mit so genannten Heizschlangen erneuert werden muss, damit die Wände trocknen und akzeptable Temperaturen in den Räumen herrschen. Dazu wollen Verein und Gemeinde zunächst ein fachliches Gutachten einholen und dann entsprechend Aufträge vergeben. „Da wird einiges an Arbeit auf uns zukommen. Aber das Haus soll ja gut erhalten bleiben“, so Hans Waldmann.

Die dritte Maßnahme erläuterte Vorsitzende Hanni Zeller selbst. Sie betrifft die Umgestaltung der Räume im ersten Stock. Hier hat sich der Vorstand im vergangenen Jahr von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen beraten lassen und Kontakt mit Dachau Agil aufgenommen. Dazu war auch Sylvia Podewils, Managerin von Dachau Agil an diesem Abend anwesend.

Bei der Beratung wurde festgelegt, einen roten Faden für die archäologische Sammlung zu finden. Dazu gehört in erster Linie eine Chronologie, die man hier in Form eines Zeitstrahls und entsprechenden Schaukästen mit beispielsweise Fundstücken erstellen möchte.

Außerdem sollen oben zwei Schwerpunkte gesetzt werden: die Geschichte des Goldrauschs in Gaggers und die Römergeschichte mit der Villa Rustica, der Ziegelherstellung und der römischen Besiedelung. „Wir sind das einzige Museum im Landkreis, das Archäologie ausstellt. Dieses Alleinstellungsmerkmal sollten wir ausnützen“, gab Hannelore Zeller den pädagogischen Rat der Landesstelle weiter.

„Wir haben wegen der Bezuschussung höchstens Zeit bis Frühjahr 2018“, so Zeller. Selbst wenn dies mit den anderen Umbauten kollidiere.

Auch ansonsten hat der Verein Hutter-Heimatsammlung viel vor. So will man sich am 22. Mai wieder beteiligen am Internationalen Museumstag mit einer Sonderausstellung und Workshop „Schreibkultur einst und jetzt“, die am 12. Juni zusammen mit dem Dorffest und am 10. Juli noch einmal stattfinden soll.

Am Tag des Deutschen Denkmals (11. September) mit dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ will der Verein das 20-jährige Bestehen des Museums mit einer Fotoausstellung und einem Erzählcafé feiern. Alle weiteren Veranstaltungen finden sich auch auf der Homepage des Vereins.

Sabine Schäfer

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