Massenkarambolage mit 17 Autos - 18 Menschen verletzt

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Aufs Rad umsteigen sollen die Karlsfelder. Doch dafür müssen mehr Radwege gebaut werden.

Auf Bus und Fahrrad umsteigen

Verkehrsbelastung ist groß

Karlsfeld – „Karlsfeld erstickt im Verkehr“ – dieser Satz fiel in der Sitzung des jüngsten Karlsfelder Gemeinderats einige Male.

Ingenieur Dr. Christoph Hessel stellte den Verkehrsentwicklungsplan für die Gemeinde vor. Dabei durften auch die Bürger mitreden, die in Arbeitskreisen Ideen für die Verbesserung der Verkehrssituation eingebracht hatten.

Mit im Gepäck hatte Ingenieur Hessel auch eine Verkehrsbilanz. Wenig überraschend: Fast die Hälfte des Verkehrs in Karlsfeld macht der Durchgangsverkehr in Richtung München oder Dachau aus. Vor allem die Münchner Straße platzt seit vielen Jahren aus den Nähten.

Als mögliche Lösung für die hohe Verkehrsbelastung in der Gemeinde sieht der Ingenieur den Drahtesel: „Wir sollten den Radverkehr in den Vordergrund stellen. Es ist das günstigste Mittel, um in Zukunft starke Veränderungen zu machen.“ Deshalb könnte die Gemeinde zum Beispiel mehr Wegweiser für Fußgänger und Radfahrer aufstellen und insgesamt mehr Radwege ausweisen.

Außerdem fehle es in Karlsfeld vor allem an der Münchner Straße, am Bahnhof, in der Rathausstraße und den Einkaufszentren an Abstellflächen für Fahrräder. Gemeinderätin Mechthild Hofner ging sogar noch weiter und forderte eine „Grüne Welle für Radfahrer“ an der Münchner Straße.

Damit Karlsfeld in den nächsten Jahren nicht doch noch am Verkehr kollabiert, schlugen die Bürger in den Arbeitskreisen auch den Ausbau des Bussystems vor: In den Arbeitskreisen wünschten sich einige auch eine bessere Busanbindung an Karlsfeld-West, Pasing und nach Dachau-Ost. Außerdem hoffen sie durch den Verkehrswegeplan auf eine bessere Verbindung zwischen Moosach, Karlsfeld und Dachau sowie eine schnellere Buslinie an den Bahnhof.

Außerdem fiel auch die Forderung nach einer Geschwindigkeitsreduzierung für die Münchner Straße von erlaubten 60 auf 50 Stundenkilometer von Seiten der Bürger. Einige Vorschläge des Ingenieurbüros zur Entspannung der Verkehrssituation lagen aber auch außerhalb des Einflussbereichs der Gemeinde: Zum Beispiel der Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke, der B 471, des Allacher Tunnels oder die Aufnahme des geplanten Kurztunnels in den Bundesverkehrswegeplan.

Dass Karlsfeld verkehrstechnisch überlastet ist, darüber waren sich die Gemeinderäte einig – jetzt geht es eben ans Eingemachte: Die einzelne Fraktionen müssen sich zunächst erst einmal zu den Vorschlägen des Ingenieurbüros und der Bürger positionieren. Und Gemeinderat Adrian Heim brachte noch eine weitere Idee in die Sitzung ein: „Ich bleibe bei meiner Vision, die B 304 auf zwei Streifen zu verschmälern."

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