Coronavirus in Deutschland: Erster Politiker betroffen - CDU-Mann infiziert 

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Wie viele Prozente sind angemessen?

Dachau - Es soll ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung sein: die bayerische Ehrenamtskarte. Der Vorschlag des Kulturamts, den Kartenbesitzern eine Schlosskonzert-Ermäßigung von 50 Prozent zu gewähren, erschien dem Dachauer Kulturausschuss dann aber doch ein wenig zu viel der Wertschätzung.

Das Dachauer Landratsamt hat im Oktober die bayerische Ehrenamtskarte im Landkreis eingeführt. Eine Karte, die Bürgern für ihr ehrenamtliches Engagement eine gewisse Gegenleistung bringen soll - als „ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung“, wie es Landrat Stefan Löwl formulierte. Und so fragte der Landkreis auch bei der Stadt Dachau an, ob sie Ideen haben für Akzeptanzstellen der Ehrenamtskarte in ihren eigenen Reihen.

Das Kulturamt legt dem Ausschuss also einen Vorschlag vor: 50 Prozent Ermäßigung der Jahresgebühr für die Stadtbücherei (der bei 15 Euro liegt) - und 50 Prozent Ermäßigung auf Karten der Dachauer Schlosskonzerte (bei denen eine Karte zwischen 30 und 24 Euro kostet).

Was bei den Mitgliedern unterschiedlich gut ankam. Mit der Bücherei-Ermäßigung waren fast alle einverstanden, doch bei den Schlosskonzerten gab es Kritik: „Wir finden, dass 50 Prozent doch recht viel ist“, sagte Katja Graßl (CSU), „25 Prozent reichen aus.“ Dem Schloss sich Günter Heinritz (SPD) an. Doch dann entspann sich eine kurze Debatte darüber, ob dann auch das Kartenkontingent für die Kartenbesitzer reglementiert werden solle.

Wolfgang Reichelt (CSU) berichtete in seiner Funktion als Mitarbeiter des Landratsamts kurz von den Fakten rund um die Karte: Es haben mittlerweile über 400 Personen im Landkreis im Besitz der Karte, und das Landratsamt rechnet noch „mit ein paar hundert weiteren Anträgen“, so Reichelt. Dann werde die Nachfrage aber „erst mal abebben“. Außerdem habe die Erfahrung in anderen bayerischen Landkreisen gezeigt, dass die Karte „ein Stück Anerkennung“ sei, „aber nicht so oft genutzt wird“.

Darauf hofften dann auch die Politiker: Sie beschlossen eine Ermäßigung von 25 Prozent für die Schlosskonzerte, aber ganz ohne weitere Limitierung.

(np)

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