Von Stunde zu Stunde füllte sich der Platz zwischen den Standlreihen, so ganz nach dem Geschmack von Pfarrgemeinderats-Chef Jakob Müller (vorne links). Foto: ostermair

Viele Schmankerl, wenig Kunsthandwerk

Röhrmoos - Diesmal gab es Anlaufschwierigkeiten: Bei der Eröffnung war der 31. Christkindlmarkt in Röhrmoos nur halb gefüllt. Doch nur zwei Stunden später strömten die Besucher endlich auf den Platz.

Monsignore Michael Bartmann und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jakob Müller haben den Basar eröffnet. Zwischen Johannibrunnen und Pfarrheim standen 15 adventlich geschmückte Stände.

Es war nicht zu übersehen, dass das Kulinarische überwiegte. Besonders groß war der Ansturm an der Himmelsbäckerei des Kindergartens St. Johannes, wo die vielen Besucher mit süßen Waffeln verwöhnt wurden. Nicht zu übersehen war das breite Bastelangebot der Mütter am Kindergarten-Stand. Mit Flammkuchen lockten die Röhrmooser Rohrspatzen, und selbst Steaks und Bratwürste fehlten nicht.

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Auch an den Inzemooser Ständen wurde fleißig für das leibliche Wohlergehen der Besucher gesorgt. Da gab es Punsch, Bratwürste und Muffins. Groß war das Angebot auch an Weihnachtsplätzchen, Kuchen und Torten - das Kunsthandwerkliche hielt sich jedoch in Grenzen. Handgearbeitete Kettchen und vieles mehr gab es allerdings am Stand von Moni Kirchner, die mit ihrer Uganda-Hilfe ehemalige Straßenkinder zur Verselbständigung unterstützt. Dass es sich hier um eine gute Sache handelt, sehen auch die Pfarrgemeinderäte so. So wird heuer die Hälfte des Christkindlmarkt-Reinerlöses für das Projekt von Moni Kirchner gespendet. Das restliche Geld ist für Anschaffungen in der Pfarrei bestimmt.

Gute Umsätze wurden in dem zum Café umfunktionierten Pfarrheim gemacht, denn die Damen aus Röhrmoos, Großinzemoos und Sigmertshausen haben fleißig gebacken. 200 Nudeln, 50 Torten, 28 Kuchen und Kleingebäck ging weg wie warme Semmeln.

Das Rahmenprogramm stimmte ein in die vorweihnachtliche Zeit. Mit adventlichen Weisen erfreuten die Bläser aus Schönbrunn. Es gab auch eine besinnliche Aktion des Pfarrgemeinderats, die vor der noch leeren Krippe begann. Symbolisch zeigte man hier das Festhalten am gemeinsamen Faden: Die gemeinsame Erwartung des göttlichen Kindes sollte so hinausgehen in die weite Welt. Es gab auch eine gemeinsame Andacht in der Pfarrkirche St. Johannes und nach Einbruch der Dämmerung stattete auch der Nikolaus dem Markt einen Besuch ab. Romantisch wurde es schließlich noch am Abend am offenen Feuer.

(ost)

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