Unfallstrecke Nummer eins: Die Staatsstraße 2047 führt von Dachau über Schwabhausen bis an die Landkreisgrenze in Xyger. Im vergangenen Jahr gab es hier 314 Unfälle, 73 Personen wurden verletzt. Das Kreuz auf dem Foto erinnert an einen Motorradfahrer, der 2003 kurz nach Oberroth in Richtung Großberghofen ums Leben kam. foto: hab

So viele Unfälle wie noch nie

Dachau - Es ist ein trauriger Rekord: Im Landkreis gab es im vergangenen Jahr so viele Unfälle wie nie zuvor. Die Polizei stellte gestern ihre Unfallstatistik vor - der man jedoch auch Positives abgewinnen kann.

„Wir sind einer der verkehrsreichsten Landkreise im Bayern“, sagt Richard Wacht. Wir liegen im Ballungsraum München, haben den Nord-Süd-Verkehr der Pendler in die Landeshauptstadt - und seit kurzem auch den West-Ost-Verkehr aus Augsburg in Richtung Flughafen. Außerdem sei der Binnenverkehr, den die Dachauer selbst verursachen, erheblich gestiegen, so der Verkehrsexperte der Dachauer Polizei. Die daraus folgende Rechnung ist einfach: Mehr Verkehr bedeutet mehr Unfälle. Das erklärte er gestern bei der Unfallstatistik 2014.

4621 Unfälle gab es im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis Dachau, mit 900 Verletzten und zehn Toten. Die Zahl der Unfälle und der Verletzten bedeutet einen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1975. Die Toten dagegen werden seit 1975 stetig weniger: 1980 etwa starben 42 Menschen auf den Straßen im Landkreis. „Das waren die Altzeiten der B 471“, als es die wechselseitigen Überholspuren noch nicht gab, so Wacht. Die Kurven der 40-Jahre-Statistik zeigen: „Die Unfälle gehen rauf, die Verletzten bleiben gleich, die Toten gehen runter“, so Wacht. Zumindest eine erfreuliche Nachricht.

Es gibt noch eine weitere erfreuliche Zahl: Bei Unfällen in der Stadt Dachau wurden im vergangenen Jahr 207 Personen verletzt - „das ist der niedrigste Wert der vergangenen fünf Jahre“. 2013 hatte es 247 Verletzte gegeben. Gestiegen sind dafür die Unfälle mit Blechschäden und auch die Gesamtzahl der Unfälle im Stadtgebiet: auf 1768 (2013: 1687). Ein 27-Jähriger starb: Er war im Oktober auf der B 471 zwischen Dachau-Süd und Dachau-Mitte auf die Gegenspur geraten und mit einem Lkw zusammengestoßen.

Hauptunfallstrecke bleibt wie im vergangenen Jahr die Staatsstraße 2047, die sich 35 Kilometer lang von Dachau über Schwabhausen, Erdweg, Kleinberghofen, Wollomoos bis an die Landgrenze bei Xyger schlängelt. Bei 314 Unfällen wurden 73 Personen verletzt. Auf Platz zwei liegt die Münchner Straße in Dachau - und damit wieder ein Höchststand: 1144 Unfälle, 47 Verletzte. „Hauptunfallursache ist das Parken“, sagt Wacht. Vor allem die Schrägparker bauen beim Rückwärtsausparken Unfälle. Weitere Ursachen: Spurwechsel und Vorfahrtsverstöße.

(no)

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