Thomas Gottschalk und seine Thea: Trennung nach mehr als 40 Jahren Ehe

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Sie sind Paul: Lina, Annika, Lena und Alice (v.l.) auf der Mauer im Hofgarten. foto: kn

Vier Dachauer Mädels namens Paul planen Kulturaktionen für guten Zweck

Dachau - Na sowas: vier Mädels, die sich Paul nennen? Ganz einfach: Lina, Annika, Lena und Alice planen packende Aktionen - und sie möchten anderen Unterstützung für deren Leben geben. Kein Zweifel: Der Name ist Programm.

Paul ist ohne Frage ein männlicher Vorname. Zerlegt man die Buchstaben aber, bekommen sie eine richtungsweisende Bedeutung: P-ackende A-ktionen U-nterstützung Leben. Paul - das sind Lina und Alice Homann sowie Lena Heilein und Annika Wenzel. Sie lieben Dachau und möchten die Stadt mit frischen Ideen kulturell beleben - und den Erlös spenden an Menschen, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Das nächste Projekt: die etwas andere Weihnachtsfeierei.

Lina Homann (29) ist selbstständige Grafikdesignerin, ihre Schwester Alice (25) studiert Architektur im siebten Semester, Lena Heilein (27) studiert Sozialpädagogik fürs Lehramt und Annika Wenzel (26) arbeitet als Veranstaltungsmanagerin bei einer Organisation für Schulaustauschjahre. Es sind patente Mädels, WG-erfahren, selbstständig, voller Tatkraft, Schwung und guter Ideen. Sie nützen ihr soziales Netzwerk, um Gutes zu tun. „Wir wollen helfen, haben aber kein Geld“, sagt Lina Homann und lächelt selbstbewusst. „Da kam uns die Idee, etwas zu machen, das Menschen gefällt und dazu veranlasst, die gute Sache zu unterstützen.“

Das erste Projekt „Tauschrausch“ war ein Probelauf im Freundes- und Bekanntenkreis. Ein Kleidertauschmarkt im Hinterhof an der Gottesackerstraße. Das Ergebnis der Aktion kann sich sehen lassen: 400 Euro konnten die Initiatorinnen an das Frauenhaus spenden. Dieser spontane Erfolg machte Mut. Das engagierte Kleeblatt dachte über eine Vereinsgründung nach. Die erforderlichen Gründungsmitglieder haben sie schon zusammen, eine Satzung noch nicht. „Da ist uns die Zeit davongelaufen“, sagt Annika Wenzel. Und Lena Heilein wirft ein: „Die Adventszeit nutzen wir lieber, um über ein neues Projekt wieder Geld für einen guten Zweck hereinzubekommen.“

Das Konzept steht bereits. Zimt & Zugehört heißt die Veranstaltung am dritten Adventswochenende, die „eine etwas andere Weihnachtsfeierei“ im und am Wasserturm sein soll. Eine coole Idee. Und nicht die einzige Inspiration. Im normalen Leben zum Beispiel starten Lina Homann und Annika Wenzel im neuen Jahr mit einem Papierladen in München durch, mit besonderen Karten, Geschenkpapieren etc.

Natürlich soll es mit dem Paul-Verein weitergehen. Mit der Romanreihe von Anette Göttlicher hat der Name nichts zu tun, das versichern die vier Macherinnen hoch und heilig. „Schon eher mit dem Hausschwein Paul“, sagt Lena Heilein und zwinkert verschwörerisch. Wer das Hausschwein Paul ist, bleibt wohl ihr Geheimnis. Sicher ist: An Ideen für packende Aktionen mangelt es nicht.

Wer Mitglied werden möchte und/oder weitere Infos braucht, findet sie im Internet unter www.wirsindpaul.com. (mm)

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