1 von 30
Zeitreise: Die Gündinger Chartshow hatte sich das Motto zurück in die 90er überlegt und mit grellen Farben umgesetzt.
2 von 30
3 von 30
4 von 30
5 von 30
6 von 30
7 von 30
8 von 30

Rettungskräfte im Dauereinsatz in Vierkirchnen  

Sie wollten ihm am Faschingsumzug helfen: Betrunkener greift Sanitäterinnen an und verletzt sie 

Mit 36 aufwendig gestalteten Wagen war die die Stimmung beim Vierkirchner Faschingsumzug ausgelassen - leider aber nicht immer friedlich. Die Rettungskräfte waren im Dauereinsatz. Ein Mann hat zwei Sanitäterinnen verletzt.

Vierkirchen – Mit der Blaskapelle des Musikvereins Vierkirchen an der Spitze bahnte sich der Gaudiwurm am Samstag seinen Weg durch die Vierkirchner Straßen. Mit 36 aufwendig gestalteten Wagen war er zwar ein gutes Stück kürzer als im vergangenen Jahr – damals gab es 44 Wagen zu bestaunen – die Stimmung war dennoch mindestens genauso ausgelassen.  Die Besucher waren  größtenteils friedlich – bis auf einige traurige Ausnahmen:

Für die Rettungskräfte war der Vierkirchner Faschingsumzug alles andere als lustig. „Sie hatten keine Pause, waren im Dauereinsatz“, sagte Polizeihauptkommissar Günther Findl. Im Vergleich zu den vergangen Jahren „waren auffällig viele betrunkene Jugendliche unterwegs“, zudem gab es überdurchschnittlich viele gewalttätige Auseinandersetzungen , so Findl. Besonders erschütternd: Während ein betrunkener Mann behandelt werden musste, attackierte er zwei Sanitäterinnen. Er schlug auf die Frauen ein. Sie wurden dabei so verletzt, dass sie nicht mehr weiter arbeiten konnten und im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Die Faschingswagen der verschiedenen Vereine wurden wieder mit viel Liebe zum Detail hergerichtet und enthielten sogar die ein oder andere politische Botschaft: So griff die Gemeinde Vierkirchen bei ihrem Wagen das Thema Datenschutz, DS-GVO und Hackerangriffe auf. Die Gemeinderatsmitglieder verkleideten sich passend dazu mit Guy Fawkes-Masken, sodass Besucher aufgrund der Statur raten mussten, ob sie gerade den Bürgermeister oder jemand anderen aus der Gemeindeverwaltung vor sich hatten. Der „Partybus Biechlhof“ wurde kurzerhand zur „Merkel One“, dem „neuen Regierungsflieger“, umfunktioniert, da die Regierungsmaschinen in jüngster Zeit nicht gerade durch Zuverlässigkeit geglänzt hatten.

Handwerklich besonders aufwendig und hochwertig gebaut wurde das Schiff der Biberbacher Piraten. Zusammen mit den einheitlichen und qualitativ hochwertigen Kostümen, stach diese Gruppe unter den anderen Schlümpfen, Tieren und Bauarbeitern hervor.

Wie auch bei den Teilnehmern, waren in diesem Jahr etwas weniger Besucher in Vierkirchen dabei. Die 5000er-Marke vom vergangenen Jahr konnte in diesem Jahr nicht ganz erreicht werden. Obwohl sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Besuchern in diesem Jahr weniger Menschen zusammenkamen, waren die jeweils 30 Polizisten, Feuerwehrmänner und Rettungskräfte gut beschäftigt. „Dies lag vor allem an dem vergleichsweise hohen Alkoholkonsum“, sagte Feuerwehrsprecher Michael Grimmer. Die Stimmung unter den Besuchern war jedoch größtenteils friedlich – bis auf einige traurige Ausnahmen.

Auch interessant