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Harald Dirlenbach kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt

Selbstbewusst in die Kommunalwahlen

Bürgermeisterwahl 2020: Vierkirchner SPD präsentiert Top-Liste

Die Vierkirchener SPD präsentierte ihre Liste für die nächsten Kommunalwahlen. Der SPD-Ortsvorsitzende Mario Eichinger gibt sich zuversichtlich für die Zukunft der SPD. 

Vierkirchen Auch wenn die Bundes-SPD bei den Wählern immer mehr an Stimmen verliert, sieht Mario Eichinger in Vierkirchen weiterhin gute Chancen für die SPD: „Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir haben eine super gute Liste hier.“

Die SPD stellt derzeit sechs von 16 Gemeinderäten und den Bürgermeister. „Schon seit 24 Jahren ist die SPD hier die stärkste Fraktion“, betonte Altbürgermeister Heinz Eichinger, der von 1996 bis 2014 SPD-Bürgermeister war, vor 18 Zuhörern. Eine große Herausforderung für den Ortsverein mit 34 Mitgliedern, so Mario Eichinger. Einen harten Wahlkampf werde es aber sicher nicht geben. „Wir werden das gute Verhältnis zu allen Fraktionen beibehalten.“ Alles was in der Gemeinde passiere, hätten alle Fraktionen gemeinsam geschafft.

Sehr zufrieden sei er mit der neuen Liste und vor allem der erneuten Kandidatur des Bürgermeisters Dirlenbach. Ob es einen Gegenkandidaten von den anderen Fraktionen geben werde, sei noch offen. Mit 43 Jahren sei das Durchschnittsalter der Liste „top“. Außerdem zählten dazu ausschließlich Leute mit außergewöhnlichem ehrenamtlichem Engagement wie SCV-Vorsitzender Erwin Leichtmann. Mit dabei sind zudem viele engagierte Frauen. Auch Nicht-Mitglieder können sich nach der beschlossenen Satzungsänderung aufstellen lassen. Im November werden das Wahlprogramm und die Nominierung der Kandidaten beschlossen.

Beim Jahresrückblick berichtete Mario Eichinger von den gut besuchten Stammtischen. Er bereite dazu immer interessante Themen vor, wie den Besuch bei der Firma MircroNova in Vierkirchen, den Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Schrodi oder einen Vortrag vom Jugendzentrum und dem Helferkreis Asyl, lobte Schriftführerin Anna Braun den Vorsitzenden.

Leider fehle es der SPD in der großen Politik an Mut, sich mehr für sozialdemokratische Themen wie für die einfachen Leute einzusetzen, so Eichinger. Auch der Klimawandel müsse mehr in den Mittelpunkt rücken. Mit einer sternförmigen Radautobahn Richtung München würde der Radverkehr attraktiver werden, meinte Harald Dirlenbach. Und bei dem Mix aus verschiedenen Angeboten müsse der ÖPNV mit allen Mitteln gestärkt werden.

Viel tut sich im Bereich der Kinderbetreuung, wie Dirlenbach ausführte: Der Hort ist fertig und die Erweiterung des Kindergartens mit etwa 3,5 Millionen Euro steht an. Die Kindergärten wie die Krippe seien voll. Nach dem geplanten vierten Gymnasium in Karlsfeld sei bereits ein fünftes aufgrund des Zuwachses im Landkreis und der Wiedereinführung des G9 an Gymnasien nötig.

Bei der abschließenden Diskussion informierte Dirlenbach darüber, dass auf seine Anfragen hin die Bahn die Aufstellung von mehr Sitzgelegenheiten mit Überdachung am Bahnsteig überprüfe. Eventuell könne der Bildschirm des Fahrkartenautomaten für eine bessere Sicht gegen Sonneneinwirkung beschattet werden. Bei den voll belegten Radständern am Bahnhof würden alle Schrotträder ausgemistet, wenn sie nicht nach dem Hinweis der Gemeinde entfernt werden. Roller müssten auf den dafür ausgewiesenen Parkplatz abgestellt werden. Neue Fahrradständer, wie sie Wolf-Dieter Feist forderte, lehnte er wegen der freien etwas entfernteren Ständer ab.

Auf der Liste der Gemeinderatskandidaten der SPD stehen: Margit Denk, Anna Brosche, Christine Fischer, Nektaria Parasidou, Melanie Grimmer, Mario und Harald Eichinger, Josef Leichtmann, Florian Wiesent, Martin Seitz, Michael Grimmer, Stefan Brix, Harald Bieling, Hans Kohmann senior, Simon Danzer, Florian Weber. Ersatzkandidaten: Birgit Schreiber und Albrecht Funk.

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Cornelia Hartmuth

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