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Mit einem Schnitt haben die Hexen die Krawatten der Herren gekürzt

Vierkirchner Gmoahexn

Machtloser Bürgermeister

„Das vergessene Märchenschloss Vierkirchen“ haben die zehn wilden Gmoahexn unter der Herrschaft der Oberhexe Silvia gestern im Sturm erobert. Mit ihrer sportlichen Spielstunde der besonderen Art brachten sie Bürgermeister Harald Dirlenbach und seine Stellvertreter Josef Schindlbeck und Erwin Leichtmann ganz schön zum Schwitzen.

Vierkirchen – Schon von Weitem hörte man die schwarz-roten Gmoahexn mit ihrem neuen fetzigen Hexenlied und ihren Rasseln, wie sie im Rathaus die Macht übernahmen. Bei der männerstarken Besetzung im Rathaus hatten sie bei ihrem traditionellen Krawattenschnitt leichtes Spiel. Und auch bei der Schlüsselübergabe ließ sich Bürgermeister Dirlenbach von Oberhexe Silvia nicht lange bitten.

Mit neuen rotgelockten Haaren und schwarzen Hüten mit Schleier hatten sich die Hexen heuer extra für ihren Höhepunkt im Jahr herausgeputzt. Sie denken sich jedes Jahr aufs Neue ein unterhaltsames Programm aus: Angefangen beim Hexenlied, in dem sie ihr „vogelwuides“ Hexenleben beschreiben, bis hin zu den lustigen Einlagen. So hat Hexe Petra eigens ein Märchen über Vierkirchen geschrieben. Schon der Weg dorthin ist teils sehr schwierig, wie zum Beispiel die Querung des immer breiter werdenden „Dirlenbachs“.

Gekonnt spielerisch ließ die Märchenerzählerin die Namen aller Mitarbeiter im Rathaus in ihre Geschichte einfließen, bis die Hexen endlich ihr Ziel erreichten: die Machtübernahme.

Dann konnten die drei Bürgermeister ihre sportliche Fitness und Geschicklichkeit beweisen. Feingefühl war beim Jonglieren und beim Eierwettlauf durch den ganzen Gemeinderatssaal gefragt, bei dem alle nach einem Kopf- an- Kopf-Rennen gleichzeitig ins Ziel kamen. Zur Stärkung duften sie ihr Ei verspeisen, bevor es an das klassische Kindergeburtstagsspiel mit Würfel und eingepackter Schokolade ging. Musikalisch angefeuert von den Hexen, hatten die drei eine Mordsgaudi.

Freie Partnerwahl hatten sie beim flotten Luftballontanz quer durch den Saal. Mit großem Abstand siegte hier Dirlenbach mit seiner jungen Mitarbeiterin Tanja Scherbart vor Schindlbeck mit Michael Grimmer und Leichtmann mit Elfriede Osterauer.

Kaum Zeit zum Verschnaufen blieb den Wettkämpfern bis zur letzten großen Herausforderung, dem Kartoffellauf. Mit einer umgebundenen Kartoffel mussten sie einen Puck ins Ziel kicken. Kartoffelkönig wurde souverän Schindlbeck, nachdem Dirlenbach unverschuldet mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

„Das war eine gute Mischung aus lustigen Geschichten und Extremsport“, lobte der Bürgermeister seine wilden Gmoahexn und ermunterte sie, auf jeden Fall weiterzumachen. Zum Dank lud er sie zur Brotzeit ins Sportheim ein. Vorher hatten sie sich schon mit Butterbrezen, Krapfen und Sekt im bunt dekorierten Sitzungssaal gestärkt.

Als Highlight gab sich noch der Faschingsverein Kammerberg-Fahrenzhausen mit seiner Garde und dem Prinzenpaar mit Prinzessin Stefanie I. und Prinz Florian II. die Ehre. Sie verzauberten die Zuschauer mit einem mitreißenden Auftritt. ch

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