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Geschlossen bleiben in diesem Jahr die Pforten im Naturbad in Vierkirchen. Das beschloss jetzt der Gemeinderat.  

Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat

Das Naturbad Vierkirchen bleibt heuer zu

Das Naturbad Vierkirchen wird in der Saison 2020 geschlossen bleiben. Zu diesem einstimmigen Beschluss kamen jetzt die Gemeinderäte.

VON BRIGITTE WEBER

Vierkirchen –  Der Gemeindechef Harald Dirlenbach  hatte im Vorfeld ein Gremium, bestehend aus den Fraktionssprechern, Vertretern von Rettungsschwimmern, Kassierdienst und dem Kioskbetreiber, einberufen, das über die Möglichkeit einer Öffnung des Naturbades beraten hatte. Doch die vorgeschriebenen Rahmenbedingungen lassen das einfach nicht zu.   

Nach jetzigem Stand wären doch einige Kriterien zu beachten. So wäre eine maximale Besucherzahl von 300 Personen mit der Erfassung jedes Einzelnen möglich. Jugendliche unter 14 Jahren dürften nur in Begleitung Erwachsener ins Bad, Kinder unter zehn Jahren nur in Begleitung Erwachsener ins Wasser. Die Beachtung und Durchsetzung der Hygienevorschriften im gesamten Gelände und im Wasser wäre Sache des Betreibers, also der Gemeinde.

Für die Praxis würde das bedeuten, dass man den Ein- und Ausgangsbereich trennen müsste, und die Kassierer müssten deshalb verdoppelt werden. Es gäbe nur eingeschränkte Öffnungszeiten – es ist kein weiterer Bademeister vorhanden –, und eine Sicherheitsfirma müsste die Hygienevorschriften überwachen. Da die Reinigung der Sanitäranlagen permanent erfolgen müsste, würde man auch hierfür eine Fremdfirma brauchen.

Ein weiterer Minuspunkt wäre die Sperrung des Sprungfelsens, der Stege sowie des Fußball- und Volleyball-Feldes (für zusätzliche Liegeplätze). Der Kioskbetrieb wäre zwar möglich, aber natürlich nur unter den geltenden Auflagen (Anstellzonen, Sicherheitsabstand, Maskenpflicht). Bürgermeister Dirlenbach betonte, dass Kosten und Aufwand in keinem Verhältnis stünden und vor allem der „Spaßfaktor, den das Bad eigentlich hat, völlig verloren gingen.“

Auf die Frage von Florian Drexler (Freie Wählergemeinschaft Pasenbach), „ob dies ein endgültiger Beschluss ist“, erwiderte der Bürgermeister: „Nach dem jetzigen Stand der Dinge: ja!“ Falls sich die Bedingungen gravierend ändern sollten, könne man natürlich die Schließung des Bades wieder zurücknehmen, allerdings nur bis zum 15. Juli. Danach würde sich eine Öffnung nicht mehr rentieren.

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