Gesundheitsprobleme offenbar gravierend: Franz Beckenbauer ist nicht vernehmungsfähig

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Nach seiner Pommes-Predigt: Pfarrvikar Simon Ruderer (im grünen Gewand) weihte die Fahnenbänder für den Burschenverein.

90 Vereine beim Jubiläumsfest in Pasenbach

Der Landkreis feiert mit Pasenbach

Teilweise von weither kamen die Mädchen und die Burschen, die beim 120-Jährigen der Pasenbacher Burschen dabei sein wollten.

Pasenbach – Es scheint fast so, als ob die Pasenbacher Burschen einen guten Draht nach oben zum Wettergott hätten. An allen Festtagen zum 1200-jährigen Dorf- und 120-jährigen Burschenvereinsbestehen herrschte meist schönes Wetter, obwohl rundherum Gewitter tobten.

So auch am Sonntag zum großen Festumzug – abgesehen von einigen wenigen Regentröpfchen. Die einzigen, die leiden mussten, waren die Gottesdiensthelfer. Ihnen hatte der nächtliche Regenguss nämlich die bereits geleistete Arbeit zunichte gemacht. Am Sonntag hieß es dann: Polster trocknen, Kreuz neu aufhängen, Boden nochmal fegen. Doch die Helfer schafften alles pünktlich für den Gottesdienst, und die Vereine mit ihren Fahnen, die Kirchenbesucher und die Messdiener ergaben ein herrliches Bild.

Der Festsonntag begann mit dem Weckruf für die Gäste, die zum Teil mit Bussen angereist kamen oder mit Traktor und Anhänger. Gestärkt wurden dann alle mit Weißwurst, Bier und der Gruppe „Pitch Black“. Pfarrvikar Simon Ruderer hielt den Gottesdienst. Es waren so viele Besucher in der Kirche, dass ein Teil von ihnen stehen musste. Mit seiner „Pommes-Predigt“ – nach Fertigstellen der Rede hatte er Hunger und wollte Pommes mit Ketchup – gewann Ruderer die ganze Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. Er bezeichnete die Prinzipien des Burschenvereins „Glaube und Anstand“ als i-Tüpfelchen zum Essen wie zum Beispiel den Senf zur Weißwurst oder den Ketchup zu den Pommes. Die Mädchengruppe trug die Fürbitten vor, die Blaskapelle Schönnbrunn umrahmte den Gottesdienst. 

Dann ging es auf den eigentlichen Höhepunkt zu: Der Pfarrvikar segnete die Fahnenbänder, anschießend brachten Schirmherr Peter Großmann-Neuhäusler, Fahnenmutter Rosi Wagner, die Vorsitzende der Mädchengruppe, Kathi Radlmayr, und der Vorsitzende des Patenvereins, Fabio Zwingler, die Fahnenbänder an der Pasenbacher Fahne an. Andreas Stichlmeyr überreichte dem Patenverein zwei Bänder für deren Fahne. Zum Abschluss sangen alle „Großer Gott wir loben dich“ und die „Bayernhymne“.

Beim Mittagessen in der Festhalle stärkten sich dann alle für den Festumzug. Pünktlich um 14 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Vor vielen Zuschauern zogen die Teilnehmer durch die Straßen von Pasenbach. 90 Vereine mit ihren Fahnen, den unterschiedlichen Aufmachungen, den Musikkapellen, den Goaßlschnalzern boten ein buntes Bild.

Aus allen Teilen des Landkreises, aus Schwabhausen, Prittlbach, Hilgertshausen und aus vielen anderen Gemeinden z.B. Wolfersdorf, Brunnen, Eschlbach kamen die Burschenvereine und Mädchengruppen. Auch die ortsansässigen Vereine waren vertreten, wie die Feuerwehr, die Stockschützen, der Gartenbauverein, der Krieger- und Soldatenverein und der Fußball-Club.

Nach dem Umzug ging es wieder zurück in die Festhalle zum gemütlichen Ausklang des Tages und des ganzen gelungenen Festes mit offenem Ende.

bw

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