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Einiges zu lachen hatten die vielen Besucher beim bunten Abend in der Festhalle in Pasenbach.

Witze, Geschichten und Gstanzl

Pasenbacher feiern ihr 1200-jähriges Bestehen mit einem bunten Abend in der Festhalle

In rekordverdächtiger Zeit haben es die Burschen und Mädchen geschafft, die Räumlichkeiten vom Hallenfest Pasenbach in eine Festhalle für den bunten Abend umzubauen.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer Andacht in der Pasenbacher Kirche St. Leonhard. Vier Fahnenabordnungen, die Ehrengäste und viele Kirchenbesucher verliehen der Andacht einen festlichen Rahmen. Dekan Gerhard Stoll gab den Anwesenden ein paar Gedanken auf den Weg – über das Zusammenleben im Dorf und dessen Wichtigkeit. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam die Bayernhymne.

Danach marschierten alle zusammen zum Großmann Anwesen. Es kamen so viele Gäste, dass die Burschen kurzfristig noch zusätzliche Tische aufbauen mussten. Anton Stichlmeyr führte durch den Abend. Alle Redner, darunter Andreas Stichlmeyr, Vorsitzender des Burschenvereins, Schirmherr Peter Großmann-Neuhäusler, Landrat Stefan Löwl und Bürgermeister Harald Dirlenbach, gingen auf die 1200-jährige Geschichte Pasenbachs ein, bedankten sich bei den Organisatoren und wünschten den Gästen gesellige Stunden.

Am besten verstand es Peter Großmann-Neuhäusler über die Geschichte des Burschenvereins zu berichten. Er erzählte von den Faschingsbällen im ehemaligen Gasthaus mit dem schwitzenden Boden, von den legendären Burschenversammlungen mit Pfarrer Lanzinger und vom Oarbettln, „viele Blumen mussten damals ihr Leben lassen, weil der Schnaps, den man nicht mehr runter brachte, in den Topf geschüttet wurde“. Er stelle seinen Hof und sein Inventar gern dem Burschenverein zur Verfügung, „da dann der Hof auch mal aufgeräumt wird“.

Vielen der Anwesenden entlockte Großmann-Neuhäusler mit seinen Ausführungen ein Schmunzeln und weckte lebhafte Erinnerungen an diese Zeit.

Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Bürgermeister Harald Dirlenbach Georg Schaller und Josef Schindlbeck die silberne Ehrenmedaille für viele Jahre ehrenamtliche Arbeit. Sämtliche ehrenamtliche Burschenvorstände erhielten von Andreas Stichlmeyr ein kleines Geschenk.

Stimmgewaltig sangen danach alle in der Halle das „Pasenbacher Lied“.

Als Höhepunkt der Veranstaltung trat die Gstanzelsängerin Renate Maier auf. Sie heizte dem Publikum mit Witzen, Geschichten und Gstanzeln über verschiedene Dorfbewohner ordentlich ein. Als sie Bürgermeister Dirlenbach auf die Bühne holte, meinte Renate Maier „bei uns konn nie was passiern, mir kemma ja gor ned zsamm – eine Anspielung auf beider Leibesfülle.

Zwischen den beiden Auftritten der Sängerin führten die Burschen ein Theaterstück auf, dessen Inhalt sich um das verschwundene, ungeliebte Vierkirchner Gemeindewappen drehte. Andreas Gruber, Veronika Rottmair, Michael und Roland Sperr spielten ihre Rollen sehr überzeugend. Mit viel Applaus verabschiedete das Publikum die Spieler und erneut regierte Renate Maier mit ihrem Programm den Saal. Nach der Vorstellung der Gstanzlsängerin ging das Fest zum ausgiebigen gemütlichen Teil über. Brigitte Weber

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