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Basti Sedlmair hat den Kampf gegen den Krebs verloren. 

Sebastian Sedlmair aus Rettenbach erlag mit nur 23 Jahren einem Krebsleiden

Basti hat wie ein Löwe gekämpft

600 Trauergäste haben sich von Sebastian Sedlmair aus Rettenbach verabschiedet, der nach langer schwerer Krankheit im Alter von nur 23 Jahren verstorben ist. Für so viele Besucher reichte die Pfarrkirche St. Jakobus bei weitem nicht aus.

Kaplan Simon Ruderer würdigte den Verstorbenen als sehr beliebten, lebensfrohen Menschen. Sedlmair, der als Mechatroniker am Flughafen München gearbeitet hatte, verlor den Kampf gegen eine heimtückiche Krebserkrankung. Der Geistliche zeigte auf, dass Basti, wie man ihn in der Familie nannte, bis zuletzt am Leben hing.

Sein Herz schlug schon von seinem fünften Lebensjahr an für den Fußball. So spielte er lange Zeit für den SC Vierkirchen, zuletzt aber bei der SpVgg Röhrmoos, wo er noch den Aufstieg in die Kreisklasse mitfeiern durfte.

Basti war auch ein eingefleischter Sechziger, was seine Mitgliedschaften bei den Löwen-Fanclubs von Vierkirchen und Indersdorf zeigten. Obwohl seine Krankheit schon im Juli 2016 die erste Operation erforderte, ließ sich der junge Sportler nie kleinkriegen, glaubte auch, die Krankheit überwunden zu haben.

Die Rückschläge blieben nicht aus: Der Krebs streute in seinem Körper. Dennoch war Basti davon überzeugt, wieder gesund zu werden. So ließ er sich auch nicht davon abbringen, große Urlaubsreisen zu machen und mit seiner Freundin Melanie Peer schöne Tage in Ägypten zu verbringen. In und um Vierkirchen kannte man ihn als liebenswerten Menschen, der im Winter zum Skifahren in die Berge fuhr, im Sommer mit seiner BMW 800 flott unterwegs war, „und es auch mal krachen ließ“, so der Geistliche.

Trotz niederschmetternder Diagnose hat Basti nie den Lebenswillen verloren. Selbst nach 35 Bestrahlungen, sechs Chemos und der Behandlung in einer Düsseldorfer Spezialklinik hat er sich nicht aufgegeben.

Mit tränenerstickter Stimme ließ Freundin Melanie die Trauergästen wissen, dass Basti vier Monate vor seinem Tod um ihre Hand angehalten und man Verlobung gefeiert hatte. Da gelobte Basti auch dem Herrgott, im Falle seiner Genesung eine Stiftung zugunsten krebskranker Kinder zu gründen. Doch so weit kam es nicht mehr: Der Krebs kam ganz massiv zurück, so dass man ihn von Düsseldorf nach München zurückverlegte, wo er auf der Palliativstation der Barmherzigen Brüder die letzten sieben Wochen betreut wurde.

Selbst in diesem aussichtslosen Zustand hat Basti noch ums Leben gekämpft wie ein Löwe. Wichtig war ihm schon in der schwierigen Zeit in Düsseldorf, immer von seinen Angehörigen umgeben zu sein. Das betonten seine Schwester Steffi und sein Firmpate Thomas Gruber. Der Firmpate hatte sogar die letzen sieben Wochen ein Klinikbett genommen, um Basti beizustehen.

„Basti hat während seiner ganzen Leidenszeit so viele Herzen berührt, obwohl er allen Grund zur Klage gehabt hätte“, so Thomas Gruber, und Schwester Steffi stellte fest: „Er hat jedem ein Lächeln geschenkt, wir wollen ihn so in Erinnerung weiterleben lassen“.

Eine moderne Gitarrengruppe begleitete die Trauerfeier musikalisch. Da durfte Andreas Gabaliers Song „Amoi seng ma uns wieder“ nicht fehlen. Ein großer Trauerzug führte schließlich, angeführt von der Geistlichkeit und der Fahne der Vierkirchner Sportler, zur Urnenbestattung im Familiengrab.

Auf Wunsch des Verstorbenen hatten seine Angehörigen statt Kränzen und Blumen um Spenden für krebskranke Kinder gebeten, und dabei kam innerhalb von drei Wochen schon die stolze Summe von 15 000 Euro zusammen. Das Spendenkonto für das Kinderhospiz München gibt es noch bis Ende Februar, unter IBAN DE59 7509 0300 0002 4001 03, Kennwort Mebelino. Josef Ostermair

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