+
Die Gmoa-Hex´n mit Hexenmeister Heinz Eichinger im Jubiläumsjahr.

Unsinniger Donnerstag

Der nächste Bürgermeister wird eine Queen! Vierkirchner Gmoa-Hex’n lassen sich eine Kandidatenkür einfallen

Diesmal war es ein besonderer Unsinniger Donnerstag in Vierkirchen: Die Gmoa-Hex’n feierten ihr 20-jähriges Bestehen.

VierkirchenDabei bewiesen die elf Damen mit ihren schwarz-roten Gewändern und Hüten, dass sie noch immer voller Hexen-Power sind. Und der anführende Hexenmeister, Altbürgermeister Heinz Eichinger, durfte natürlich nicht fehlen.

Den volle Hexen-Power bekamen Bürgermeister Harald Dirlenbach, zweiter Bürgermeister Josef Schindlbeck und dritter Bürgermeister Josef Leichtmann zu spüren, als sie im Rathaus aufgesucht wurden und Oberhexe Silvia den Rathausschlüssel übernahm. Auch wenn die Vierkirchner Gmoa-Hex’n mit ihren langjährigen Auftritten die Tradition pflegen, waren sie auch diesmal wieder innovativ und blickten in die Zukunft. Die Frauenquote hatte es ihnen dabei angetan. Ihr Fokus richtete sich schon auf die Kommunalwahl 2020.

So durften sich drei schon recht auffällige und ortsbekannte „Frauen“ auf einem Laufsteg zur Wahl der Wunschkandidatin für das Bürgermeisteramt präsentieren – nicht nur zur Freude der Hexen, sondern auch der Zuschauer. Es säße dann erstmals eine Frau auf dem Vierkirchner Bürgermeistersessel! Es war schon erstaunlich, wie sich Haralu vom Bach der Dirlen, Cinderella zwischen den Birken und Josy vom Rammlerbach elegant geschmeidig, leichtfüßig und äußerst anmutig in ihren „Traumkleidern“ bewegten. Obwohl die Jury, überwiegend Gemeindeangestellte, sehr sachkundig war, tat sie sich schwer, sich für eine Rathaus-Queen zu entscheiden. Die Wahl fiel schließlich recht knapp auf Haralu von den Dirlen, die sich ausgiebig freute, gefolgt von Josy und Cinderella (wir berichteten bereits kurz).

Lesen Sie auch: Am Unsinnigen Donnerstag war in Röhrmoos die Hölle los: Zwölf angsterregende Dorfhexen stürmten das Rathaus und entmachteten Bürgermeister Dieter Kugler. Vergangenes Jahr hatten die Hexen wegen eines Todesfalls aus ihren Reihen auf die 13 Geschäfte umfassende Tour ja verzichtet, so dass es heuer viel nachzuholen gab.

Anlässlich des Jubiläums ließen die Hexen anhand einer Powerpointpräsentation auch die vergangen Hexen-Jahre Revue passieren. Des Weiteren stellte die Oberhexe die einzelnen Hexen-Mitglieder samt ihrer Funktionen vor. Selbstverständlich durften auch die obligatorischen selbstgedichteten Hexen-Lieder nicht fehlen. Nach den Melodien von Hölle, Hölle, Hölle und Tausend mal betrogen besang man sich nicht nur mit lustigen Versen selbst, sondern hatte auch kleine „Diätderbleckereien“ („Ich hab mich tausend Mal gewogen, ich machte tausend Mal Diät“) für das Gemeindeoberhaupt im Repertoire. Als gelungene Überraschung hatte sich dann auch noch ein „Rathauschor“ zusammengetan, um den Gmoa-Hex’n, die Dirlenbach als die „schönsten und besten“ im gesamten Landkreis bezeichnete, ein Jubiläumslied zu singen.

Den ganz Tag über besuchten die Vierkirchner Gmoa-Hex’n verschiedene Einrichtungen und Betriebe im Ort, wo man sich stets auf ihren Hexenschlachtruf und einen heißen Besentanz freute. Auch vom Wetter her war es ein Jubiläums-Hexentag in Vierkirchen, den man sich schöner nicht hätte wünschen können.

Auch interessant: Nicht bösartig, aber doch mit spitzer Zunge war gestern die Hilgertshausener Hexengilde im Ort unterwegs.

Heinz Nefzger

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schulstandort soll weiter entwickelt werden
Die Schulverbandsversammlung hat mehrere Maßnahmen beschlossen, um den Schulstandort Erdweg weiter zu entwickeln und zu sichern
Schulstandort soll weiter entwickelt werden
Ehrung für Dachaus Königin der Kostüme
Seit Jahren ist Heidi Fitzthum für den Kinderfestzug beim Dachauer Volksfest verantwortlich. Dafür erhielt sie jetzt die Landkreis-Medaille in Bronze
Ehrung für Dachaus Königin der Kostüme
Opfer leiden noch heute unter Bus-Attacke
Bis heute leiden die Opfer der Bus-Attacke von Markt Indersdorf unter der Tat. Der Mann, den der Angeklagte angeblich mit dem Bus totrasen wollte, hat bis heute …
Opfer leiden noch heute unter Bus-Attacke
Traditionsveranstaltung mit Verwöhnprogramm
Diese Veranstaltung hat Tradition: Seit 45 Jahren schon und heuer zum 44. Mal fand der große Seniorennachmittag statt.
Traditionsveranstaltung mit Verwöhnprogramm

Kommentare