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Georg Sigl starb mit 93 Jahren.

Vierkirchen trauert um den Sigl Schorsch

Georg Sigl war ein Vierkirchner Urgestein, warmherzig und  Lieblingslehrer

„Der Schorsch ist tot!“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die traurige Nachricht vom Ableben Georg Sigls innerhalb der gesamten Gemeinde. Ein Vierkirchner Urgestein, ein Macher und Gestalter, überall als „Sigl Schorsch“ bekannt, lebt nicht mehr.

Vierkirchen – Der ehemalige überaus beliebte Lehrer wurde im Vierkirchner Ortsteil Ramelsbach geboren und verbrachte sein ganzes bewegtes Leben in seiner Heimatgemeinde. Durch seine nette, sympathische Art und seine ausgeprägte Heimatverbundenheit war er überall respektiert. Anerkannt war auch seine Kompetenz als hervorragender Pädagoge in der damaligen Volksschule Vierkirchen: Er war warmherzig, fürsorglich, aber auch fordernd. In seinem Berufsleben war er zuletzt als Rektor in Karlsfeld tätig.

Ein zünftiger Schafkopf in geselliger Runde, das mochte der Schorsch sehr gerne. Dabei kam der Humor nie zu kurz. Seinen Ruhestand genoss er bis zuletzt in geistiger Frische mit seiner Frau Agnes, mit der er fast 68 Jahre lang glücklich verheiratet war, seinem Sohn Reinhold und den drei Enkeln.

Daneben war der eingefleischte 60er-Fan mit großem Engagement bei vielen Vereinen seit seiner Jugendzeit tätig, unter anderem bei der Kirchengemeinde, im Kirchenchor, dem Sportclub, dem Wanderverein, Schützenverein, dem VdK, bei der Feuerwehr und dem Krieger-/ Soldatenverein, bei dem er 55 Jahre lang als Schriftführer fungierte.

Bei einigen Vereinen war er die treibende Kraft, die Triebfeder bei der jeweiligen Gründung oder Wiedergründung nach den wirren Kriegsjahren. Viele Chroniken diverser Vereine sowie die 1200-Jahr-Feier der Gemeinde hat Sigl mitgestaltet und mit bearbeitet. Er stand stets mit Rat und Tat zur Verfügung. Für seine außergewöhnlichen Aktivitäten wurde er mit der Goldenen Bürgermedaille der Kommune ausgezeichnet. „Ein großer Verlust für uns alle. Er war das lebende Lexikon unserer Gemeinde und wusste über sämtliche geschichtlichen Daten und eine Vielzahl früherer Gegebenheiten bestens Bescheid“, so Bürgermeister Harald Dirlenbach. Die Verleihung des Gemeindewappens – er hat auch die zeichnerischen Vorlagen kreiert und gestaltet – erfolgte 1957 durch die Staatsregierung auf seine Initiative hin. Auch das Gemeindewappen des vormals selbstständigen Ortsteils Pasenbach stammt aus Sigls Feder.

Jetzt verstarb er nach kurzer Krankheit im 93. Lebensjahr. Perfekt und penibel wie er immer war, hatte er sämtliche Unterlagen vorbereitet. „Es war alles Erforderliche und Notwendige genauestens und bestens geordnet im Büro aufbewahrt“, so seine Frau Agnes. Viele Menschen bedauerten, dass sie der Trauerfeier aufgrund der derzeitigen Situation nicht beiwohnten konnten. Der Schorsch wird aber allen in guter Erinnerung bleiben. Altbürgermeister Heinz Eichinger: „Er war ein Vierkirchner mit Herzblut, eine herausragende Persönlichkeit. Er bleibt für mich und viele andere unser Lieblingslehrer!“  

he

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