Beschluss des Gemeinderats

Digitalisierung: Vierkirchner Schule bekommt Medienkonzept

Die Grundschule Vierkirchen bekommt ein Medienkonzept zur multimedialen Unterrichtsgestaltung. Bei den Kosten wird die Gemeinde im Rahmen des Masterplans „Bayern Digital II“ von der Regierung von Oberbayern unterstützt.

Vierkirchen – Mit der Modernisierung wird das Medienangebot der Grundschule Vierkirchen auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen auch die Möglichkeiten für eine Digitalisierung des Unterrichts. Hierzu haben sich das Medienteam der Grundschule und der IT-Administrator der Gemeinde das Medienkonzept der Realschule Weichs zeigen lassen. Das dort praktizierte iPad-Konzept soll nun als Vorbild dienen. So sollen nun für jede Lehrkraft ein personenbezogenes Tablet und ein halber Klassensatz Tablets für die Schüler angeschafft werden.

Im Zuge der Umgestaltung wird die Server-Infrastruktur der Schule erneuert, da diese veraltet ist, und die Lehrer erhalten persönliche E-Mail-Adressen zur schnelleren Kommunikation mit den Eltern.

Durch diese Modernisierungsmaßnahmen eröffnen sich den Lehrern bis dato nie da gewesene Möglichkeiten bei der Unterrichtsgestaltung. Auf Tafel und Kreide werde dennoch keinesfalls verzichtet, betonte Bürgermeister Harald Dirlenbach vor dem Gemeinderat. Die digitale Entwicklung mache jedoch auch vor den Kindern nicht Halt. Daher sind auch Unterrichtseinheiten zum richtigen Umgang mit den Neuen Medien geplant.

Die Umgestaltung hat noch einen weiteren Vorteil: Die Gemeinde kann vor allem wegen der Erneuerung der Server-Infrastruktur ihrer Pflicht der digitalen Absicherung im Katastrophenfall nachkommen. Sollte das Rathaus einmal nicht mehr betretbar sein, zum Beispiel nach einem verheerenden Brand, muss die Gemeinde in kürzester Zeit wieder einsatzfähig sein. Dazu braucht sie einen zweiten Standort, an dem die Gemeindeverwaltung wieder aufgenommen werden kann. In Vierkirchen ist dies die Schule. Damit hier jedoch nahtlos weitergearbeitet werden kann, ohne dass Daten verloren gehen, müssen die Daten der Gemeinde an diesem Ausweichstandort gespiegelt werden. Diesen Anforderungen können Gemeinde und Schule nur nachgehen, wenn die Server-Infrastruktur an der Grundschule auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Der Datentransport vom Rathaus zur Schule wird über das neue Glasfasernetz in Vierkirchen erfolgen.

Die Kosten für beide Projekte belaufen sich in Summe auf 33 000 Euro. Das Geld wird in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt. Die Gemeinde rechnet mit einer finanziellen Förderung durch die Regierung von Oberbayern in Höhe von 10 000 Euro. 

 STEFANIE RITTER

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