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Er passt nicht auf den Tresor: Hermann Krenn (r.), Vorstandschef der Sparkasse Dachau, überreicht dem Team der Filiale Vierkirchen symbolisch den Schlüssel.

Einweihung des Sparkassengebäudes in Vierkirchen

Auch zehn neue Sozialwohnungen

In der Indersdorfer Straße in Vierkirchen können jetzt die Mieter einziehen: Der Neubau ist fertig, auch die Sparkasse hat eine neue Bleibe. Am Donnerstag wurde der Bau feierlich eröffnet.

Vierkirchen – Wohnraum ist knapp und teuer, besonders im Münchner Umland. Jetzt haben die Sparkasse Dachau und die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Dachau gegengesteuert: In der Indersdorfer Straße sind 19 neue Wohnungen entstanden, zehn davon im sozialen Wohnungsbau. Im Erdgeschoss ist wieder die Sparkassenfiliale eingezogen.

Ein solches Projekt sei gerade heute wichtiger denn je, sagte Bürgermeister Harald Dirlenbach in seiner Ansprache. Es sei aber falsch zu behaupten, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren beim Wohnungsbau geschlafen habe. Die Rahmenbedingungen seien schwieriger gewesen, unter anderem habe die Gemeinde bei öffentlich geförderten Wohnungen 20 Prozent selber investieren müssen. Diese Kostenbeteiligung ist nun weggefallen. Die Idee zu diesem Projekt sei 2015 bei einer Infofahrt für Bürgermeister entstanden. Während der Busfahrt habe er, so erzählte Dirlenbach, mit dem Sparkassenchef eine erste Idee entwickelt.

Bereits vorher stand in der Indersdorfer Straße die Sparkassenfiliale, doch beim Neubau wurde das Nachbargrundstück mit einbezogen. Dirlenbach sparte nicht mit großen Worten: Ein „Leuchtturmprojekt“ nannte er das neue Gebäude. Die Zusammenarbeit mit der Sparkasse sei eine „Win-Win-Situation“. Größter Gewinner seien aber die künftigen Mieter der Sozialwohnungen. Bei diesem Projekt komme alles zusammen: Wohnraum, zum Teil sozial gefördert, außerdem die nicht immer umsetzbare „Nachverdichtung“ von Wohngebieten.

Auch Landrat Stefan Löwl stieß ins gleiche Horn. Er lobte insbesondere, dass die Parkplätze für die Mieter in eine Tiefgarage verlegt wurden. „Wir müssen in den Untergrund“, betonte er, schon allein wegen des Flächenverbrauchs. Beim Wort „Sozialwohnungen“ würden einige an eine Ghettoisierung denken, aber bei den heutigen Mieten habe bereits mancher Normalverdiener mit Kindern einen Anspruch auf eine geförderte Wohnung.

Der Neubau kann sich sehen lassen. Von einem bis fünf Zimmer ist alles dabei, 40 bis 100 Quadratmeter sind die Einheiten groß. Die Sozialwohnungen sind nicht schlechter ausgestattet als die regulären. 10,50 Euro kostet eine geförderte Wohnung, eventuell erhalten die Bewohner zusätzliche Mietzuschüsse. Bei den regulären Wohnungen liegt man laut Sparkassenchef Hermann Krenn leicht unter der ortsüblichen Miete. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt die Filiale des Geldhauses sowie die Wohnungen mit „grünem“ Strom.

Für die Sparkasse, so Vorstand Krenn, sei der Neubau auch ein Bekenntnis zum Standort Vierkirchen. Die Mitarbeiter mussten dafür während der Bauphase einige Nachteile in Kauf nehmen: Zum Beispiel sind sie vorübergehend in Container umgezogen, in denen es durch die Decke geregnet hat. Den neuen Mietern im Gebäude Indersdorfer Straße 13 und 13a bleibt zu wünschen, dass ihnen solche Unannehmlichkeiten erspart bleiben.

og

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