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Die Lawinengefahr ist derzeit groß

Drama in Vorarlberg

Begleiterin konnte ihn erst noch ausgraben: Skifahrer (26) aus Dachau stirbt in Lawine

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Ein 26-jähriger Skifahrer aus dem Landkreis Dachau ist im österreichischen Vorarlberg ums Leben gekommen. Er wurde von einer Lawine begraben.

Update vom 16. März: Ein Skitourengeher ist in Oberösterreich von einer Lawine überrascht und begraben worden. Zu seinem Glück beobachtete eine Gruppe von Wintersportlern das Unglück.

Junger Skifahrer kommt im Skigebiet Diedamskopf durch Lawine ums Leben

Update 07. Januar 17 Uhr: Ein tragisches Unglück hat sich am Dreikönigstag ereignet. Ein Skifahrer, 26, aus dem Landkreis Dachau ist bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Diedamskopf in Schoppernau (Vorarlberg) ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei Vorarlberg mit.

Bei Schoppernau ereignete sich das tragische Unglück.

Zusammen mit einer Freundin, 25, war er auf seiner letzten Abfahrt des Tages, einer blauen Piste, unterwegs. Im Bereich Mitteldiedamskopf-Alpe blieben die beiden am Pistenrand stehen. Der junge Mann verließ an der Stelle die befestigte Strecke und wagte sich in den unpräparierten Bereich – trotz der Lawinenwarnstufe 4, der zweithöchsten. Unmittelbar darauf löste sich dort ein Schneebrett, riss den Skifahrer mit und verschüttete ihn unter den Schneemassen. Ob der Skifahrer die Lawine auslöste, steht derzeit nicht fest.

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Seine Lawinenschutzausrüstung konnte ihm nicht helfen. Der Airbagrucksack löste ordnungsgemäß aus, dennoch geriet der 26-Jährige unter die Schneemassen, statt auf der Lawine mitzuschwimmen. „Der Hangabschnitt war so steil, dass, der Schnee über ihn drüber fiel“, erklärt Edelbert Strolz, Ortsstellenleiter der Bergrettung in Schoppernau. Strolz betont: „So ein Airbag ist zwar eine zusätzliche Hilfe, er bietet aber keine hundertprozentige Sicherheit.“

Lesen Sie auch: Auch in Damüls ereignete sich ein schreckliches Unglück. Ein 32-Jähriger Lehrer überlebte eine erste Lawine, als er von einer weiteren überrollt wird. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. 

Vorbildlicher Rettung - doch für Dachauer kam jede Hilfe zu spät

Die Begleiterin des 26-Jährigen, die alles mitansehen musste, reagierte vorbildlich. Sie rief sofort die Bergrettung und begann mit der Suche nach ihrem verschütteten Freund. Sie fand schließlich die aus dem Schnee herausragenden Beine und fing sofort an, ihren Begleiter auszugraben. Kurz darauf waren auch schon die Einsatzkräfte der Bergrettung vor Ort. „Innerhalb von zehn Minuten waren wir an der Unglücksstelle“, berichtet Bergretter Strolz.

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Mit vereinten Kräften schafften sie es schließlich, den Verschütteten aus dem Schnee zu befreien. Doch trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnten sie dem 26-Jährigen nicht mehr helfen. Er starb noch an der Unglücksstelle. „Er hatte unter dem Schnee wohl keine Atemhöhle“, mutmaßt Strolz.

Ein Kriseninterventionsteam (KIT) kümmerte sich noch vor Ort um die Begleiterin des verunglückten Skifahrers. An dem Rettungseinsatz waren über 50 Personen beteiligt, unter anderem die Bergrettungen Au und Schoppernau, die Feuerwehr Schoppernau, ein Notarzt, die Alpinpolizei sowie das KIT-Team der Polizei Au.

Lawinen-Drama in Vorarlberg - Die Meldungen vom 6. Januar

Update 20.27 Uhr: Wie die Polizei meldet, stammt der 26-Jährige aus dem Landkreis Dachau. Der Skifahrer war trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Seine Begleiterin und die Bergrettung gruben ihn schnell aus den Schneemassen aus. Der junge Mann konnte jedoch nicht mehr reanimiert werden.

Erstmeldung: Mann aus Dachau im Vorarlberg von Lawine getötet

Bregenz -  Das Unglück passierte am Sonntag in Schoppernau, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte einen Bericht der Nachrichtenagentur APA. Zur Herkunft des 1992 geborenen Mannes machte er vorerst keine weiteren Angaben. 

Skifahrer war im Vorarlberg abseits der gesicherten Pisten unterwegs 

Der Skifahrer war trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs, wie die APA berichtete. Seine Begleiterin habe ihn noch aus den Schneemassen ausgegraben, doch er sei noch an der Unglücksstelle gestorben.

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dpa

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