Waldstraße in Sixtnitgern ein Ärgernis

Gemeinderat diskutiert Bau von Gehweg

Sixtnitgern – Schmal, ohne Gehweg und ein verschmutzter Grünstreifen, der dauernd von Autos befahren wird: So sieht die Waldstraße in Sixtnitgern aus.

„Es ist eine der ungepflegtesten Hauptstraßen in der ganzen Gemeinde“, ärgert sich Gemeinderat Andreas Harner, der selbst in Sixtnitgern lebt.

Deshalb hat Harner einen Antrag gestellt: Er möchte, dass Rasengittersteine verlegt werden: Das gäbe ein schöneres Bild und die Gemeindemitarbeiter müssten nicht mehr ständig die Bankette nachbessern. „Ich habe mit einigen Anwohnern gesprochen, sie würden die Rasensteine pflegen“, sagte Harner in der Gemeinderatssitzung.

So wie die Straße jetzt ist, ist sie nicht optimal – dem stimmten die anderen Gemeinderäte zu. Sie waren sich aber uneins, ob Rasengittersteine eine geeignete Verschönerungsmaßnahme sind.

So entstand bei der Sitzung eine Grundsatzdiskussion, ob nicht ein Vollausbau besser wäre. „Sinn macht es nur, wenn wir auch einen Gehweg planen“, sagte Lorenz Bradl (CSU). Dem stimmte Willibald Wegele (FW) zu.

Wegele ist Arzt. Einer seiner Patienten sei auf dem Grünstreifen angefahren und schwer verletzt worden, erzählte er. „Wenn kein Gehweg kommt, schützt man die Fußgänger nicht.“

Doch einen Gehweg zu bauen, ist teuer. Denn dann müsste zugleich auch die Straßenentwässerung erneuert werden. „Da bin ich überzeugt, dass wir nicht weit von der Million weg sind“, sagte Bürgermeister Markus Trinkl.

Rasengittersteine wären deutlich günstiger: Die Materialkosten würden geschätzt 12 000 Euro betragen. Würde die Gemeinde die Arbeiten an eine Firma übertragen, ergäben sich Gesamtkosten von etwa 89 000 Euro. Ein großer Preisunterschied.

Bei einem Vollausbau müssten vermutlich die Anwohner mitzahlen. Außerdem müssten die Bürger dann im Winter den Gehweg räumen. „Wichtig ist da schon, was die Anlieger wollen“, sagte Markus Trinkl.

Die Gemeinderäte beschlossen deshalb, erst einmal eine Anliegerbefragung zu machen. Zudem soll herausgefunden werden, ob die Gemeinde überhaupt den nötigen Grund für den Ausbau der Straße erwerben kann.

Nach der Weihnachtspause wird das Thema noch einmal im Gremium behandelt. Dann müssen die Gemeinderäte entscheiden, ob es in der Waldstraße in Sixtnitgern einen Gehweg, Gittersteine oder weiter nur einen verdreckten Grünstreifen gibt.

cla

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