Ein Blick in die Zukunft per Wahrsagerin soll alle Zweifel aus dem Weg räumen: Michael Lindinger, Karl Heinz Thuro, Sophie Doll, Christine Gürster, Conny Willibald und Ramona Probst (von links). Foto: koch

Von Wassermännern und Wahrsagern

Feldgeding - „Wenn die Sterne lügen“ heißt der Dreiakter von Toni Lauerer, mit dem die Theaterfreunde Feldgeding im Wirtshaus zur Weide Premiere gefeiert haben. Und wieder einmal hat die Laienbühne den Geschmack der Zuschauer getroffen.

Bereits jetzt sind die angesetzten zehn Vorstellungen nahezu ausverkauft. Denn das Stammpublikum weiß, dass die Stammbesetzung beste Unterhaltung beschert, allen voran das bewährte „Gespann“ mit Theaterchef Karl Heinz Thuro und Fred Neumeier, das es wieder einmal krachen lässt.

Fred Neumeier in der Rolle des einzigen Mitarbeiters des Fuhrunternehmers August Winter (Karl Heinz Thuro) hat mit seinem unwiderstehlichen Augenaufschlag, ohne ein Wort zu sagen, die Lacher immer auf seiner Seite. Der in finanzielle Bedrängnis geratene, clevere Fuhrunternehmer Winter weiß: Ein gut situierter Schwiegersohn muss her. „So unrecht ist er gar nicht“ meint er in Bezug auf den von ihm auserwählten Kandidaten Wolfgang Wiesinger (Michael Lindinger), der alles tut, um mit seinem Vermögen zu punkten. Schließlich mache Geld allein schon „erotisch“. Somit stünde einer familiären und wirtschaftlichen Fusion mit dem Vater des Heiratskandidaten, dem Kiesgrubenbesitzer (Bernhard Fritz), nichts mehr im Wege. Wenn nicht die resolute Mutter Anna Winter (Christine Gürster) und Tochter Steffi (Conny Willibald) überzeugt wären, dass laut Horoskop nur ein zärtlicher Wassermann in Frage kommt. Was bleibt dem Winter August also übrig, als durch die Wahrsagerin Madame Thusnelda (Sophie Doll) bei den beiden trickreich einen Sinneswandel herbeizuführen? Mit dabei ist Nachbarin Frieda (Ramona Probst), die immer noch auf den idealen Mann an ihrer Seite wartet. Da zur Komödie Pannen und Verwechslungen gehören, tritt als strenge Finanzbeamtin Frau Pfeifer (Manuela Past) in Aktion, die ungewollt Geheimnisse lüftet. Letztendlich sind Mutter und Tochter raffinierter als der Vater und lassen den Strippenzieher in die Falle laufen. Herrlich, wie die Betroffenen voller Spannung in die Kugel schauen, um das Schicksal endgültig zu besiegeln - doch plötzlich taucht doch noch ein echter Wassermann (Michael Rosenkranz) auf.

Die Zuschauer hatten ihren Spaß, wie die Darsteller mit Witz agieren und die komischen Situationen voll ausschlachten.

Die Theaterfreunde Feldgeding haben damit einen unterhaltsamen Beitrag zum Bergkirchner Kulturprogramm 2013 geliefert, das sich lebendig, vielfältig, traditionsverbunden und zugleich modern präsentiert.

(ink)

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