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Gerald Nübel verlässt die Stadtwerke Dachau.

Technischer Werkleiter wechselt nach Landsberg am Lech

Gerald Nübel verlässt die Stadtwerke

Gerald Nübel, technischer Werkleiter, verlässt zum Jahresende die Stadtwerke Dachau. Nach 20 Jahren bei den Stadtwerken, davon neun Jahre als Werkleiter und zuvor elf Jahre als Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb, wird Nübel zum 1. Januar 2020 zu den Stadtwerken Landsberg am Lech wechseln.

Der Werkausschuss des Stadtrats erteilte ihm dazu gestern in nichtöffentlicher Sitzung die offizielle Vertragsfreigabe.

Die Stadtwerke sind ein Eigenbetrieb der Großen Kreisstadt Dachau. Nübel, der Energietechnik studiert hatte, machte immer wieder mit kritischen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam. So stellte er im Februar vor dem Hintergrund, dass die Stadtwerke Dachau an einem Steinkohlekraftwerk beteiligt sind, die Frage, „warum man den Umbau der Energieerzeugung“ hin zu erneuerbaren Energien „nicht früher angegangen ist“. Der Ausstieg aus der Braunkohle „wäre der erste Schritt gewesen“, so Nübel.

Nübel führt die Stadtwerke gemeinsam mit dem kaufmännischen Werkleiter Robert Haimerl. Unterschiedliche Auffassungen der beiden Werkleiter werden innerhalb der Stadtwerke als Grund für Nübels Weggang genannt. Offiziell betont Nübel jedoch, „im allerbesten beidseitigen Einvernehmen“ zu gehen.

In Nübels Amtszeit bei den Stadtwerken fielen zahlreiche, für die Stadt wichtige Maßnahmen. So war er am Ausbau verschiedener Versorgungsnetze sowie der Förderung erneuerbarer Energien beteiligt. Zu seinem Leidwesen beschränkte sich letztere Arbeit jedoch nur auf Wasserkraft und Photovoltaik; das Dachauer Windrad im Sigmertshauser Holz, das er gerne gebaut hätte, wurde jedoch aus Naturschutzgründen – unter anderem tummeln sich in dem Bereich gefährdete Vogelarten wie der Wespenbussard – untersagt.

Auch die Sanierung des Altstadtparkhauses sowie die Ausweitung des Busangebots bis 22 Uhr fielen in Nübels Dienstzeit. Die Sicherungsmaßnahmen am Amperufer, die auch zahlreiche Baumfällungen nötig machten, aus Hochwasserschutzgründen jedoch unumgänglich waren, setzte er ebenfalls um – auch wenn ihn diese Aufgabe, wie er im Gespräch mit Bürgern deutlich machte, in der Seele schmerzte.

Wer auf Gerald Nübel folgen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass die Stadtwerke im vergangenen Jahr ein Defizit von 1,6 Millionen Euro erwirtschafteten. Wie Robert Haimerl dazu gestern in der Werkausschusssitzung mitteilte, seien ein wesentlicher Grund für das dicke Minus die hohen Personalkosten (Bericht folgt).

Oberbürgermeister Florian Hartmann dankte Nübel für dessen „großes Engagement zum Wohle Dachaus“.  hi/zip

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