Schulturnhalle Haimhausen

Sanierung mit Anbau verzögert sich

Haimhausen - Es wird noch ein wenig länger dauern, bis die Haimhausener Schulturnhalle saniert und der Anbau dort realisiert ist. Bürokratie braucht Zeit.

Der Anbau der Schulturnhalle rückt wieder in die fernere Zukunft. Dies ergab jetzt die Darstellung des Planers Dieter Brüggemann in der Gemeinderatssitzung.

Seit 2012 gibt es Pläne zur Sanierung der Halle sowie für den Anbau eines dritten Hallenteils. Verschiedene Vereine und die Volkshochschule sollen dies nutzen können.

Im Februar 2014 wurden erstmals im Rahmen des Genehmigungsverfahrens konkrete Planzeichnungen vorgestellt. Nach den Kommunalwahlen im März 2014 ergaben sich Veränderungen in der Besetzung des Gemeinderates. Die neu gewählten Gremiumsmitglieder mussten zunächst über das Projekt informiert werden.

Zwischenzeitlich kam es zu einer Trennung der einheitlichen Grund- und Hauptschule in eine Grundschule und eine Mittelschule. Das bedeutet, dass auch zwei verschiedene Aufwandsträger zuständig sind. Bisher war der Schulverband alleiniger Träger, jetzt wurde die Gemeinde Schulaufwandsträger der Grundschule. Für die Mittelschule blieb der Schulverband zuständig.

So wurde die Gemeinde zuständiger Bauherr für die Grundschule und der Schulverband für die Mittelschule. Das hatte Folgen. Bisher gestellte Anträge für Fördermittel mussten in unterschiedlicher Bauherrenfunktion erneut gestellt werden. Es ergab sich, dass jeweils ein Turnhallenteil der bestehenden Turnhalle der Grundschule und der andere der Mittelschule zugeordnet wurde. Somit fällt die jetzige Turnhalle jeweils zu 50 Prozent in die Bauherrenzuständigkeit von Gemeinde und Schulverband. Für den dritten geplanten Hallenteil besteht keine notwendige schulische Notwendigkeit, sondern er sollte der Mitnutzung durch Sportvereine dienen. Die Vereinsnutzung fällt wiederum in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, genauso wie die Probenräume für Chöre und Dorfmusik sowie der geplante kleinere Gymnastikraum. Bei der Wahlmöglichkeit für die Nutzung der Mensa wählte man die Zuordnung zur Grundschule und damit die Zuständigkeit der Gemeinde.

Für diese ganzen Nutzungsmöglichkeiten und gesetzlich vorgeschriebenen Zuständigkeiten gibt es unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten und Fördertöpfe. Mit diesem Wirrwarr kämpft momentan die Gemeindeverwaltung, man hofft dort auf eine baldige Lösung.

„Der Turnhallenumbau und Neubau wäre ein schönes Projekt, würde und nicht von Seiten der Regierung ständig Steine in den Weg gelegt werden“, klagte Architekt Brüggemann im Gemeinderat.

Das lange Warten hat Vor- und Nachteile. So wurde anstelle einer zunächst geplanten Holzständerbauweise ein Betonbau vorgesehen. Die Mensa sollte am Vorplatz eine Überdachung für einen Freisitzplatz erhalten.

Doch die geplanten Kosten von 3,8 bis 3,9 Millionen Euro netto werden jetzt auf etwa 4,4 Millionen Euro plus Umsatzsteuer geschätzt. „Selten werden in einer Baumaßnahme so viele verschiedene Bedürfnisse unter einem Dach vereint“, meinte Dieter Brüggemann abschließend.

Die Vergabe der ersten Ausschreibungen soll bis Jahresende erfolgen. Mit dem Baubeginn ist voraussichtlich im kommenden Jahr zu rechnen.

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