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Finger in die Wunde: Die Großbaustelle Weix.

Gaudiwurm schlängelt sich zum 72. Mal durch Weichs – Große Ideenvielfalt

Einer der originellsten Umzüge

Der Gaudiwurm  hat sich zum 72. Mal durch Weichs geschlängelt – undden rund 1500 Zuschauern eine große Ideenvielfalt geboten.

Die Unsichtbaren Unglaublichen waren ein absoluter Blickfang.

Weichs – Zum 72. Mal schlängelte sich gestern der Weichser Maschkerazug durch den Ort. Den gut gelaunten, geschätzt etwa 1500 Zuschauern sah man förmlich an, welchen Spaß sie mit den etwa 23 närrischen Themen – abgesehen von ein paar Wagen fast ausschließlich Fußgruppen – hatten. Auch von auswärts kamen etliche Teilnehmer. Obwohl etwas Regen einsetzte, konnte das der guten Stimmung keinen Abbruch tun.

Gut über 300 Narren, vom Kind bis zum Rentner, Vereine, Gruppen, Organisationen, aber auch Privatpersonen aus Weichs und den Ortsteilen, gestalteten einen Umzug, wie er von der Originalität her mit seiner immer wieder außergewöhnlichen Ideenvielfalt und unvergleichlichen, reichlich beklatschten Aufführungen bekannt ist.

Neben aktuellen Themen aus der Politik, der Klimadiskussion, um nur einige zu nennen, gab es auch diesmal wieder ein „Schaulaufen“ von Promis, auch wenn sie nicht mehr am Leben sind, und Szenen aus bekannten aktuellen aber auch früheren Filmhits bzw. Serien sowie reichlich Showeinlagen.

Angeführt wurde der Narrentross obligatorisch von der mit dem Besen tanzenden Weichser Maschkerazug-Hexe und dem Zugführer. Danach stimmte schon die Blaskapelle Indersdorf musikalisch auf den nachfolgenden langen Maschkerazug ein. Zu sehen waren unter anderem Babylon Aufhausen, Die Weixer Mädls als Mario Kart und als Jäger die Dachauer Hinterländler. Apres Ski hatten die Wuidn Weixer zum Thema, als de Wuidn aus dem Ilmtal waren die Maisbrunner Faschingsnarren, die in Weichs einfach nicht fehlen dürfen, gekommen; der Partybus Biechl thematisierte mit Kassenbonpflicht den Skandal im Sperrbezirk. Als Eisheilige machte eine Gruppe auf den Schneemangel aufmerksam, als unsichtbare Unglaubliche zogen die Unglaublichen durch die Straßen, als riesige Pinguinkolonie konnte man die Gartenwebers bestaunen, von Petershausen kam die Pitztown Blosn als Space angereist. Natürlich waren auch die Faschingsgeschädigten dabei – mit Fasching ohne Motto geht a, Weix hebt ab (demonstrierte der FC Vollgas-Stammtisch), während die gsundn Maschkera als Schlangatratza unterwegs waren. Mehr oder minder graziös nahmen die Fraggles als Badenixen teil. Sportlich wurde es auf der Straße mit den Weixer Dancing Queens als letzte Schneefrauen vo da Gmoa. Auch die Kirche durfte nicht fehlen: Der Trachtenverein suchte „betend“ einen Pfarrer für Weichs. Die jungen Maurer nannten sich The Minecrafts. Auch das Weixer Gschwerl machte die Kassenbonpflicht zum Thema: Sie forderten diese auch für Faschingsguatl. Sogar vielfach kam der verstorbene Karl Lagerfeld durch die Chicks & Mädels auf die Erde zurück.   

Bonpflicht beim Weixer Faschingszug: Wer ein Bonbon ergatterte, bekam auch ein Bonbon-Bon.

Thomas Sänger hatte als Rattenfänger etliche kleine Nager in seinem Schlepptau. Die weiteste Anreise hatte die Faschingscrew aus Winden. Mit Hum Attila machte sie auf die Flächenversiegelung in Bayern aufmerksam. Ein Lob gilt auch diesmal dem Faschingskomitee, das optimale Voraussetzungen für einen wie immer besonderen Weichser Maschkerazug gesorgt hat. Fazit: Der Faschingsdienstag in Weichs lebt – und das seit über 70 Jahren.

Heinz Nefzger

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