Blick auf eine Straße
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Laut der Anliegerin geben manche Autofahrer in diesem Bereich der Freiherrnstraße immer besonders viel Gas. Links ist die Blumenrabatte zu sehen, in die erst kürzlich wieder ein Auto fuhr.

Freiherrnstraße in Weichs : Forderung nach Tempo 40

Anwohnerin ärgert sich über Raser

Weichs – Dass in der Freiherrnstraße in Weichs ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht, darüber will sich die Anliegerin Anita Atzenhofer gar nicht aufregen. Doch dass sie seit langem feststellen muss, dass viele Autos, die von der Münchner Straße und Freisinger Straße, die zusammen die Ortsdurchfahrt bilden und als Staatsstraße deklariert sind, hier einbiegen und sehr schnell fahren, das will sie einfach nicht hinnehmen.

„Viele Fahrer beschleunigen erst so richtig nach der Einbiegung“, so Atzenhofer, die fast an der Ecke wohnt. Auch nachts werde sie oft aus dem Schlaf gerissen. Mit ihrem Ärger sei sie nicht allein, sagt Atzenhofer, und spricht von anderen Anliegern, die ebenso dächten wie sie.

Die Anwohnerin stört nicht nur der starke Motorenlärm und das Quietschen der Reifen, „was manchmal echt unerträglich ist“, sondern sie sieht die anderen Verkehrsteilnehmer und hier insbesondere die Fußgänger wegen der Raser gefährdet.

Erst unlängst kam es hier wieder einmal zu einem Unfall. Ein Auto kam nachts mit überhöhter Geschwindigkeit beim Abbiegen ins Schleudern und fuhr über die Blumenrabatte der Atzenhofers. Im Vorgarten entstand ein Schaden von rund 500 Euro. Für Anita Atzenhofer war dies der Auslöser, warum sie jetzt wegen des ihrer Meinung nach „unerträglichen Verkehrsproblems“ an die Öffentlichkeit ging. Sie hofft, dass „man vielleicht im Landratsamt oder anderen Stellen darauf aufmerksam wird und Abhilfe schafft“. Atzenhofer denkt dabei an eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 Km/h, wie sie es etwa bei der Ortsdurchfahrt in Haimhausen gesehen hat.

Bürgermeister Harald Mundl erklärte auf Nachfrage gegenüber den Dachauer Nachrichten, dass schon öfter von verschiedenen Seiten versucht worden sei, das Tempo auf der gesamten Freiherrnstraße, bei der es sich um eine Kreisstraße handelt, auf 30 Km/h zu beschränken, „was sich aber rechtlich als nicht zulässig herausstellte“, so der Bürgermeister. Dies würde nur gehen, wenn hier eine Schule, ein Kindergarten oder ein Altenheim wäre. Mundl verweist auf den unteren Teil der Freiherrnstraße, wo von Höhe der Einfahrt Frühlingstraße bis zum Ortsende Richtung Vierkirchen wegen der Realschule bereits eine Beschränkung auf Tempo 30 in Schulzeiten angeordnet ist. „Bisher wurden bei Kontrollen aber nur ganz wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, fast keine über 50 Km/h“, so Mundl. HEINZ NEFZGER

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