Konzeptänderung: Bald wird statt rotem Tennis- hier weißer Sand auf einer Beachanlage zu sehen sein.
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Konzeptänderung: Bald wird statt rotem Tennis- hier weißer Sand auf einer Beachanlage zu sehen sein.

Volleyball, Tennis, Handball, Aerobic und Soccer sind möglich – Thema im Gemeinderat Weichs

Aus Tennisplätzen wird Beachanlage

Weichs – Der Tennisboom ist längst vorbei. Das hat auch die Tennisabteilung des SV Weichs festgestellt. Die Mitgliederzahl schwindet. Besonders der Nachwuchs lässt zu wünschen übrig. Da die vier vorderen Plätze mittlerweile ausreichen, wurden die beiden separat gelegenen Plätze hinter den Stockbahnen schon im vergangenen Jahr mangels Bedarf nicht mehr hergerichtet.

Bei der Abteilung machte man sich Gedanken, wie diese Plätze, die auf Gemeindegrund stehen, anderweitig sportlich genutzt werden könnten.

Die Sportler hatten die Idee, diese Plätze in eine multifunktionelle Beachanlage umzugestalten. Abteilungsleiter Stefan Finkl stellte nun auf der Gemeinderatsitzung die Planungen vor.

Auf einem der beiden Plätze sollen zwei neue Spielfelder für Beachtennis entstehen, die durch ein höhenverstellbares Netz auch für Beachvolleyball verwendet werden könnten. Der zweite Tennisplatz soll als Beachsoccerfeld mit fest installierten Toren genutzt werden. Dort könnte auch Beachhandball gespielt werden, und die Turnabteilung könnte dort etwa auch Aerobic anbieten, war zu hören.

Ursprünglich hatte die Abteilung der Gemeinde eine Kostenschätzung über rund 35 000 Euro vorgelegt. Die Sportler wünschten sich von der Kommune Unterstützung in Höhe von 23 000 Euro. Die Mitglieder im Finanzausschuss fanden die Beachanlage zwar sehr positiv, doch sei sie bei der aktuellen Finanzlage in dieser Höhe momentan nicht bezuschussbar.

Gemeinderat waren die Kosten zu hoch

Anders sah es jetzt im Ratsgremium aus, als Finkl meldete, dass die Abteilung die Kosten mittlerweile auf 22 000 Euro senken konnte. Unter anderem dadurch, dass die Sportler einen viel günstigeren weißen Sand in der Umgebung ausfindig machten, der sich genauso gut eignet. Für die Aufschüttung von etwa 40 Zentimeter Höhe werden für beide Plätze ungefähr 840 Tonnen benötigt. Außerdem wollen die Tennisler viel Eigenleistung erbringen. Die Anlage sollte auf alle Fälle geschlossen sein, eine Umzäunung ist ja schon vorhanden, sagte Finkl, sonst entwickle sich dort schnell eine Partyzone. Er hat sich auch schon über ein geeignetes Schlüsselsystem für den Zugang erkundigt. Auch wenn die Tennisabteilung die Anlage betreut, soll sie zur freien Nutzung für die Schulen, Kindergärten und andere Gruppen zugänglich sein. Vereinsmitglieder könnten ebenfalls kostenlos spielen. Andere, evtl. auch von auswärts, müssten einen kleinen Stundenbeitrag zahlen.

Einige Räte sind begeistert

Einige Ratsmitglieder sind begeistert von dem Projekt. Petra Hesse (SPD) sagte: „Weichs hat sportlich bisher wirklich nicht allzu viel zu bieten, und wenn ich denke, was wir alles für die Fußballer schon ausgegeben haben, dann ist dies hier wirklich nicht viel.“ Mathias Hermann (WBV) betonte: „Ich bin echt begeistert von solchen Anlagen, habe selbst woanders darauf schon Beachhandball gespielt; es wäre eine echte sportliche Aufwertung hier in der Nähe von Sportanlage, Schule und künftigem Kinderhaus.“ Lediglich Werner Dornstädter (FW) teilte die Euphorie nicht und würde lieber eine Bürgschaft wie bei den Stockschützen für ihre Hütte und nicht gleich einen Zuschuss geben – „außerdem wartet die Feuerwehr schon drei Jahre auf ein neues Auto“. Schließlich einigte man sich, dass die Gemeinde etwa 10 000 Euro für die Beachanlage in Aussicht stellt, auch wenn die Abteilung lieber 12 000 Euro gesehen hätte.

Den Baubeginn möchte Finkl bald angehen, da es momentan noch viele Helfer in der Abteilung gibt, „vielleicht könnten wir dies heuer im Sommer noch realisieren“.

nef

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