Zuschuss für Faschingsumzug wird erhöht

Maschkera: Jubiläumsumzug brachte großes finanzielles Minus

Das zu erwartende erneute Defizit beim Faschingsumzug in Weichs wird von der Gemeinde noch gedeckt. Doch künftig soll ein Konzept entwickelt werden, um ein Minus zu vermeiden.

Weichs – Seit einiger Zeit gehen die Einnahmen beim Weichser Maschkerazug stark zurück, so dass man schon einige Male ein großes Minus bei der Durchführung zu verzeichnen hatte. So standen heuer, obwohl es sich um den 70-jährigen Jubiläumszug handelte, Ausgaben von rund 18 800 nur rund 7200 Euro Einnahmen gegenüber, was ein Defizit von rund 11 600 Euro zur Folge hatte. Das ist in etwa die Höhe des Guthabens, das man jetzt noch hat.

Wenn es so weiter geht, könnte dieses dann 2019 aufgebraucht sein. Das Minus führt man bei den Verantwortlichen darauf zurück, dass man die große Auskehr im Zelt nicht mehr abhalten kann. Das Faschingstreiben im Freien löste sich heuer bereits ab etwa 16 Uhr auf.

Bei der Gemeinde stellte das Faschingskomitee nun einen Zuschussantrag für die Durchführung des Maschkerazuges 2019 sowie Starbierfest und Ostereiersuchen. Im Haushaltsplan sind bereits 2000 Euro veranschlagt.

Joachim Drexler, der wie einige weitere Komiteemitglieder der Gemeinderatsitzung bewohnte, betonte: „Wir möchten eigentlich nicht jedes Jahr ein Defizit erwirtschaften. Deshalb brauchen wir einfach die Verkaufseinnahmen von einem Faschingstreiben von 16 bis 24 Uhr in einem großen Zelt oder in der Turnhalle.“ Das Treiben gibt es seit zwei Jahren wegen früheren Ausschreitungen nicht mehr.

Bürgermeister Harald Mundl (WBV) verwies darauf, dass die Turnhalle wegen Brandschutzauflagen momentan nicht zur Verfügung steht. Während Birgit Singer und Martin Hofmann (beide CSU) dafür plädierten, als Nachtrag erst 2019 einen weiteren Zuschuss zu gewähren, sprachen sich insbesondere Robert Neisser und Martin Betz (beide ebenfalls CSU) für eine spontane Erhöhung auf 5000 Euro aus, um den Maschkerern Planungssicherheit zu geben. Dem stimmte schließlich das Ratsgremium mit 10:5 Stimmen zu.

Petra Hesse (SPD) plädierte dafür, dass die Kommune künftig schon vorab Fixkosten wie etwa für Sicherheitsdienst, Straßenreinigung oder Abfallbeseitigung komplett übernimmt. Werner Dornstädter (FW) hätte lieber bereits ein neues Konzept des Komitees gesehen, bevor er sich entscheidet. Auf die Frage, warum man beim Starkbierfest keinen Eintritt verlangte, stellte schließlich Drexler noch fest: „Wer die Weichser kennt, weiß, dass es bei einem Eintritt dann einen Aufstand gibt.“

Das Komitee wurde beauftragt, ein Konzept vorzulegen, wie man sich künftig die Abwicklung und Finanzierung des traditionsreichen Maschkerazuges am Faschingsdienstag vorstellt, damit die Gemeinde eventuell weitere Hilfestellung geben kann.

nef

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