Brautpaar, altes Foto
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Das Ja-Wort vor 60 Jahren.

Georg und Maria Huber aus Edenholzhausen feiern Diamantene Hochzeit

Das Glück vom gemeinsamen Leben

Edenholzhausen – Auf gewiss nicht alltägliche 60 gemeinsame Ehejahre konnten jetzt Georg und Maria (geborene Gattinger) Huber aus Edenholzhausen zurückblicken. Kennengelernt haben sie sich einst im Fasching beim Tanzen in Weichs.

Georg Huber war in Weichs beim „Gartenweber“, wie das Anwesen heißt, auf dem nebenher auch Teppiche gewebt wurden, daheim. Deshalb nennen ihn viele auch heute noch „Gartenweber Schorsch“.

Die standesamtliche Trauung übernahm 1961 Bürgermeister Hefele in Ainhofen. Zu der damals selbstständigen Gemeinde gehörte der kleine Ort Edenholzhausen, bevor er dann zur Gemeinde Weichs kam. Nach der kirchlichen Trauung in der Wieskirche bei Steingaden übernahm das junge Paar das elterliche Anwesen der Braut in Edenholzhausen, zu dem ein Milchviehbetrieb gehörte. Dieser ist aber längst aufgegeben.

Während sich Maria Huber neben der Arbeit auf dem Hof zusätzlich überwiegend um den Haushalt und die Familie kümmerte, hatte ihr Mann etliche Nebentätigkeiten. So war er unter anderem noch als Torfstecher im Weichser Moos unterwegs, webte Fleckerlteppiche, die gerne auch „Gartenweber-Teppiche“ genannt wurden, wie schon früher seine Mutter, und betreute lange Zeit das Kirchenholz.

Immer noch glücklich: Georg und Maria Huber.

Als praktizierende Christen verging kein Wochenende, an dem die Hubers – so lange es ging – gemeinsam den Gottesdienst in Weichs besuchten. Georg Huber gehörte auch viele Jahre der Kirchenverwaltung an.

Einen schweren Schicksalsschlag erlitt die Familie, als im Alter von nur 27 Jahren Sohn Anton bei einem Motorradunfall tödlich verunglückte. Zur Familie seiner damaligen Freundin pflegen die Hubers immer noch einen recht guten Kontakt.

Mittlerweile freuen sich die Hubers über vier Enkelkinder. Eine besondere Unterstützung für das betagte Ehepaar ist Enkelin Melanie, die im Haus ihrer Großeltern wohnt und ihnen hilft.

Der Schorsch und seine Maria haben einige gesundheitliche Probleme in der Vergangenheit relativ gut überstanden. Sie sind sehr glücklich und dankbar, dass sie gemeinsam den Lebensabend verbringen können.

Coronabedingt wurde die Diamantene Hochzeit in kleinem Rahmen gefeiert. Sie freuten sich unter anderem über die Glückwunschschreiben und Geschenke von Bürgermeister Harald Mundl, Landrat Stefan Löwl und Ministerpräsident Markus Söder. Und ganz besonders über den Besuch von Pfarrvikar Simon Ruderer, der es sich nicht nehmen ließ, bei den Hubers, den er auch schon öfters die Kommunion nach Hause brachte, selbst die Glückwünsche der Pfarrei St. Martin Weichs zu überbringen.

Am heutigen Mittwoch gibt es im Hause Huber im Übrigen noch einen weiteren Grund zum Feiern: Maria Huber feiert ihren 88. Geburtstag.

nef

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