Großbrand in Oberau: Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

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Gemeinderat Weichs

Holz statt Gabionen

Um auf den Verkehr eine bessere Sicht bei der Einfahrt von der Ludwig-Thoma- in die Freisinger Straße zu bekommen, sind die Eigentümer eines Dreispänners von der Gemeinde aufgefordert worden, die störende, mittlerweile teils überbreite Hecke zu entfernen.

Weichs – Dem wollten diese auch nachkommen – und dafür eine zwei Meter hohe Gabionenwand, immer wieder unterbrochen durch Holz- bzw. Pflanzenfelder, errichten. Diese sollte sie künftig vor Lärm und Schmutz durch die Staatsstraße schützen. Im Bauausschuss fand dies keine komplette Zustimmung.

Insbesondere die Höhe und die Gabionen waren manchen Gemeinderäten ein Dorn im Auge. Simon Kammermeier (SPD) schlug dafür eine komplette Holzwand vor. Dieser stimmte nun der Gemeinderat einstimmig zu – unter der Auflage, dass ein Abstand zur Grundstücksgrenze von 50 Zentimeter eingehalten wird. In diesem Bereich müsse die Wand mit rankenden Pflanzen wie etwa Wilder Wein bepflanzt werden. Außerdem ist ein Sichtdreieck freizuhalten.

Obwohl der Gemeinderat einstimmig die Genehmigung dazu erteilte, kam es doch zu einer teils recht kontroversen Diskussion. Nicht nur Vizebürgermeister Martin Hofmann (CSU) hätte sich mit einer Gabionen-Holz-Pflanzen-Lösung anfreunden können. Werner Dornstädter (FW) bedauerte sogar die Ablehnung von Gabionen, „die hätten mehr Lärmschutz als Holz gebracht“. Petra Hesse (SPD) richtete deutliche Worte an den Bauausschuss, dem sie selbst nicht angehört: „ Ich möchte den Bauausschuss daran erinnern, dass es nicht darum geht, was einem gefällt oder nicht. Man kann nicht immer befehlen. Auch im Lärmschutz hat sich vieles geändert.“ Ihre Vorwürfe waren zwangsläufig auch an Parteikollege Kammermeier gerichtet. Beistand fand sie von Hofmann: „Auch bei der Wohnzimmereinrichtung wählt man heute nicht mehr nur rustikales Holz.“ Ratskollege und Bauausschussmitglied Robert Neisser (CSU) wollte Hesses Einwand aber dann doch nicht so stehen lassen: „Du musst schon auch die Meinung anderer akzeptieren!“ Den Anliegern dürften die entgegengesetzten Meinungen egal sein: Sie dürfen einen zwei Meter hohen Schutzzaun anbringen.

Heinz Nefzger

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