+
Brauchtum trifft Moderne: Bei den Weichser Nachwuchstrachtlern war zwischen den Auftritten das Handy gefragt.

Hoagarten des VdK Indersdorf

Von Holzbläsern und Oidbairischen

„Heid passt wieda ois“, hatte schon in der Pause eine Besucherin des Hoagartn vom VdK Indersdorf, bei dem auch viele Mitglieder aus Weichs sind, gesagt. Sie hatte recht. Es war ein zünftiger Nachmittag, den die VdK- Vorsitzende Erika Moor zusammen mit ihrem Mann Stefan organisiert hatte.

Weichs – Die engagierte Indersdorferin freute sich nicht nur über einen recht gut gefüllten Bürgerhaussaal und reichlich Kuchenspenden, sondern auch darüber, dass bei der fünften Veranstaltung dieser Art in Weichs auch erstmals Bürgermeister Harald Mundl anwesend war.

In seiner ruhigen, hintersinnig-humorvollen Art führte Hans Kohmann aus Vierkirchen durchs Programm. Seine Liebe zur bayerischen Heimat, deren Geschichte, Sprache und Lebensgewohnheiten war unüberhörbar.

Anekdoten, Verse, Witze und Geschichten (von Brigitte Hausbeck) regten viel zum Schmunzeln an. Etwa: „I hob letzthin ghört, dass eicha Pfarrer zum Bürgermoaster gsagt hod: ,Ja, Herr Bürgermoaster, leider werden wir uns nach unserem irdischen Leben wohl im Paradies nicht wieder begegnen.‘ Sagt der Bürgermoaster ganz überrascht: ,Ja, Herr Pfarrer, warum denn net – hams ebba wos Schlimms ogstoid?‘“

Bei der Zusammenstellung des musikalischen Programms hatte Erika Moor wieder ein glückliches Händchen bewiesen. Die Petershauser Holzbläser, bestehend aus Anna-Maria, Carina, Milena, Katharina und Reinhard, die sich seit kurzem „Holz Querbeet“ nennen, spielten unter anderem den Einzugsmarsch und „de Hennapickerlpolka“.

Reichlich Temperament bewiesen „De junga Oidboarisch’n“, die beiden 20-jährigen Vollblutmusiker Georg aus Pöttmes an der Ziach und Christian aus Aindling mit Trompete und Posaune. Zu hören waren von ihnen etwa „Jessas mia ham glacht“ und das Tegernseer Menuett. Aber auch nette Gstanzln hatten sie in ihrem Repertoire. Nach ihrem Auftritt in Weichs verwundert es nicht, dass sie schon 2013 für ihre Volksmusik als besondere Auszeichnung den Wasserburger Löwen bekommen haben.

Fast schon Stammgäste und immer gern gesehen sind die Nachwuchstrachtler von den Weichser D’Kreuzberglern. Erstaunlich, wie zum Beispiel beim Kikeriki die doch stark in der Unterzahl befindlichen Buben den Madln nicht nur tänzerisch, sondern auch stimmlich in nichts nachstanden. Nach dem offiziellen Programm gaben die Musiker gerne noch ein paar nette musikalische Stücke als Zugabe drauf.

nef

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

100 Prozent für Richard Reischl
Die CSU Hebertshausen hat ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert: Alle Mitglieder stimmten für Richard Reischl, den amtierenden Bürgermeister. Die Redner waren voll des …
100 Prozent für Richard Reischl
„Der übermächtige Landrat braucht Kontrolle“
Mit Kreisrat Sebastian Leiß gehen die Freien Wähler Dachau in den Wahlkampf zur Kreistagswahl im kommenden Jahr. 70 Frauen und Männer wurden aufgestellt, sie kommen aus …
„Der übermächtige Landrat braucht Kontrolle“
Guter Platz im Schuldneratlas
Im Landkreis Dachau sind 6,16 Prozent der Bürger so klamm, dass sie „nachhaltige Zahlungsstörungen“ haben. Das ist dem aktuellen Schuldneratlas zu entnehmen. Die höchste …
Guter Platz im Schuldneratlas
Bürgermeisterkandidat Florian Scherf führt Gemeinderatsliste der CSU Schwabhausen an
Bürgermeisterkandidat Florian Scherf geht auch als Spitzenkandidat der Schwabhauser CSU in den Wahlkampf.
Bürgermeisterkandidat Florian Scherf führt Gemeinderatsliste der CSU Schwabhausen an

Kommentare