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LEGOs in Weix: Der Fantasiereichtum war schon immer das Kennzeichen des Umzugs.

70. Faschingszug in Weichs

Weix bleibt halt Weix

Weichs zeigte sich am Faschingsdienstag beim Jubiläumsumzug wieder von seiner besten närrischen Seite. Er sucht von der Originalität her seinesgleichen.

Weichs – Ein Jubiläumsmaschkerazug war in Weichs angesagt. Zum 70. Mal zogen die Narren durch den Ort. Und es war mal wieder so ein Faschingsdienstag in Weichs, bei dem einfach alles passte: Zwar kaltes aber sonniges Wetter, einige Tausend gut gelaunte Zuschauer und viele originelle Ideen beim Umzug.

Auch wenn von auswärts auch heuer nur ein paar Wagen kamen, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Dafür war mit über 30 die Anzahl der teilnehmenden Fußgruppen enorm. Diese waren teils nicht nur extravagant kostümiert, sondern erbrachten bei ihren Aufführungen auch den Beweis, dass es diese Art des Maschkerazuges nur in Weichs gibt. Die Zuschauer sparten nicht mit Applaus.

Beim Jubiläumsmaschkerazug war auch Nostaligie angesagt. Nach längerer Pause haben einige alte Haudegen teilgenommen und dabei bewiesen, dass noch reichlich närrisches Weichser Faschingsgen in ihnen steckt. Musikalisch angeführt wurde der Zug von den Indersdorfer Musikanten. Sambatrommler aus Freising brachten südamerikanischen Rhythmus ins Glonntal. Mit dabei am Umzug: Die Gartenwebergruppe mit einer Hall of Fame all der bisherigen Maschkerapräsidenten. Zu sehen war auch eine Air Aufhausen, eine Tetris Gang und die Rottmair Clowns. Bunte Emojis lachten ebenso ins Publikum wie die Weichser Keglerinnen als Bauernmägde. Der Weltpolitik mit Trump und Kim Jong-Un widmeten sich die Weichser Juniors. Die Fraggles hatten das Weixer Glockenspiel parat, und die „Unglaublichen“ ließen im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen.

Während es sich der Trachtenverein mit seinem mobilen Brotzeitstand gemütlich machte, ließ der Faschingsstammtisch als moderne Hexen den Staubsauger fliegen. Als LEGOs feierten die Chicks und Mädels mit etlichen Jungs Revival. Die Deutsche Bahn nahm der Partybus Biechlhof aufs Korn. „Fasching to go“ präsentierten die gsundn Maschkera.

Wie immer ihren besonderen Auftritt hatte der FC-Vollgas-Stammtisch, diesmal mit einer tollen Themeneisenbahn mit vielen seiner früheren Auftritte. Wegen des Jubiläums brachte das Weichser Gschwerl viel Prominenz mit, unter anderem Charlie Chaplin, Bundespräsident Steinmeier, Elvis und den Papst.

Etwas plagen musste sich die Mittwochsrunde, die ihren historischen Heuwagen mangels TÜV (wir haben gestern berichtet) selber ziehen musste. Thomas Sänger servierte Weixer Spezialitäten, die Langers kamen in historischen Gewändern und Hans Scharl und Peter Baumann suchten als Oid-Neihauser Feierwehrkapoin ein neues Domizil. Das Duo Steiner/Huber fuhr auf Holzrädern und „Nimm 2“ bot Süßigkeiten an.

Wären schließlich noch die Funkenmariechen Sepp und Heinz zu erwähnen, die zusammen mit dem Fastnachtpräsidenten Chris(sy) in Form von Humba Tätärä die Jubiläumsglückwünsche der Mainzer Narren nach Weichs brachten. Abgerundet wurde der tolle Jubiläumszug mit einigen netten auswärtigen Gruppen.

Bevor man gemeinsam bei der Auskehr im Bürgerhaussaal, wo die Prinzengarde Schromlachia ihren großen Auftritt hatte, die letzten Stunden des Faschings feierte, gab es noch ein zünftiges Faschingstreiben in der Ortsmitte. Bestens organisiert wurde der Jubiläumsmaschkerazug vom Faschingskomitee, das auch dafür sorgte, dass der Ort sein buntes Kleid angezogen hatte und keiner Hunger oder Durst leiden musste.

Früher war der Weichser Maschkerazug vielleicht manchmal länger, und es gab mehr teilnehmende Wagen, von der Originalität her sucht er aber weiterhin seinesgleichen, das hört man immer wieder von den Zuschauern. So hieß es auch heuer wieder: „Weix bleibt Weix“.

nef/rn

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