Mehr Sicherheit für Radfahrer

30 Besucher kommen zur letzten Bürgerversammlung im Herbst nach Ebersbach

Im Gasthaus Birnbaum in Ebersbach schloss Bürgermeister Harald Mundl den Reigen seiner vier diesjährigen Bürgerversammlungen ab.

Ebersbach – Aus dem gut 30 Personen umfassenden Besucherkreis kamen auch einige Wortmeldungen. Jakob Stichlmeyr erkundigte sich über die Radwegverlängerung von Weichs nach Ebersbach. Seines Wissens hat noch keiner der drei Grundstücksbesitzer, wie es angeblich in der Öffentlichkeit dargestellt wird, einen Grund abgetreten. Bürgermeister Harald Mundl stellte dazu fest, dass von einem längst eine Einwilligung bekannt ist, der zweite zu einem Grundstückstausch bereit wäre, aber für den größten Teil der Bedarfsfläche gibt es vom Besitzer weiterhin eine Ablehnung. Diesem, sollte er mal umdenken, könnte die Gemeinde in der Nähe aber keine Tauschfläche anbieten. Hier wäre nur ein Kauf möglich.

Den Vorschlag Stichlmeyrs als Alternativlösung die Straße etwas zu verlegen, damit nicht einseitig so viel, sondern links und rechts nur wenig Grund abgetreten werden müsse, sah Mundl mit Hinweis auf die Staatsstraße als unrealisierbar an. Außerdem sprach er von Anfragen bei Grundeigentümern auf der gegenüberliegenden Seite, die teils Ackerland nur im Austausch mit Baurecht anderswo abgeben würden. Zum Thema Radweg merkte Günter Vorpagel an: „Muss erst wieder ein schwerer Unfall mit einem Radfahrer passieren, damit hier der Radweg endlich ausgebaut wird?“

Mit einem klaren Nein antwortete Bürgermeister Mundl auf Stichlmeyrs Frage, ob die Gerüchte stimmen, dass der Pächter im Weichser Sport- und Bürgerhaus wieder aufhört.

Günter Vorpagel missfällt es, dass in letzter Zeit auf der Flurbereinigungstrasse zum Kinderspielplatz beim Weichser Moos verbotenerweise immer mehr Autos und Mopeds fahren. Ebenfalls ein Verkehrsproblem sprach Albert Schmid an: „Von 365 stehen an 300 Tagen Autos auf dem Gehweg bei der Dorfstraße von der Nummer 30 bis 38, sodass Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen“. Da es sich nach seinen Worten um eine extrem befahrene Durchgangsstraße handelt, schlug er zur Verkehrssicherheit eine Tempo-30-Beschränkung vor. Mundl sagte ihm eine Verkehrsmessung zu, um anschließend Maßnahmen zu beraten.

Auf die Frage von Michael Barth, wohin die Container beim Umbau des St. Martin Kindergartens in Weichs kommen, antworte Mundl: „In den Pfarrgarten, wenn sie überhaupt kommen“. Ob die etwa neun Millionen Euro geplanten Kosten für das Kinderhaus reichen, bezweifelte Alfred Geisenhofer: „In zwei Jahren werden sich die Preise verändern. Welche andere Möglichkeiten gibt es, wenn die Reißleine zu einem Baustopp gezogen werden müsste?“ Der Bürgermeister geht davon aus, dass es bei den Kosten bleibt, sonst müsste man nach anderen Möglichkeiten für die Kinderbetreuung suchen, mit der Pfarrei sprechen, war von ihm zu hören.

Heinz Nefzger

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