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Schon der Opa war Tätowierer: P eter Laubach mit seiner Frau Susi, die sich um den kaufmännischen Bereich kümmert, kreiert in seiner Werkstatt exklusive „Lederhosen-Tattoos“.

Die ungewöhnliche Geschäftsidee eines Weichsers

Wie Tracht und Tattoo zusammenpassen

Immer mehr junge Leute lassen sich Tätowierungen machen. Gleichzeitig gibt es aber immer noch viele Junge, die Tracht tragen. Für diese ungewöhnliche Kombination gibt es jetzt Lederhosen-Tattoos.

Weichs – Peter Laubach, der mittlerweile seit über 20 Jahren in Weichs lebt, ist für viele Insider der Inbegriff eines professionellen Tätowierers. Seit etwa 40 Jahren führt er in München erfolgreich sein Rainbow Tattoo-Studio. Seine Liebe zum Beruf des Tätowierers kommt nicht von ungefähr, war doch sein Großvater einst der erste Profitätowierer in ganz Deutschland überhaupt. Jetzt hat Laubach eine neue Geschäftsidee entdeckt, die eng mit seinem Beruf zu tun hat: „Lederhosen - Tattoos“.

Ihm ist seit längerem aufgefallen, dass es insbesondere immer mehr Jugendliche gibt, die sich nicht nur tätowieren lassen, sondern, ob männlich oder weiblich, schöne Trachten tragen. Da kam er auf die Idee, warum man nicht auch auf Lederhosen schöne Motive, die für den Tragenden einen besonderen Bezug darstellen, anbringen könnte.

Tattoos im herkömmlichen Sinne sind nicht möglich, das war ihm klar. Also suchte er nach einer Alternative. Monatelang hat er rumgetüftelt, fast auf der ganzen Welt Farben bestellt, die sich hauptsächlich für die Behandlung von Hirschhorn, Bock- und Ziegenleder eignen. Laubach lächelt verschmitzt: „Die Farben, mit der ich die Tattoos auf das Leder male, müssen nicht nur wasser- sondern auch bierfest sein“.

Jetzt hat er die ersten Lederhosen mit aufgemalten Tattoos fertig. Das Ergebnis ist erstaunlich: Ob Nachahmungen von Harleys, Autos, vom König Ludwig, der Bavaria, Löwen- oder Wolfsköpfe, alles sieht aus wie ein Original-Tattoo, das man sonst auf der Haut trägt. Da Laubach in seinem Tattoostudio weit über 100 000 Vorlagen hat, sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt. Man kann aber auch ganz individuell seine eigenen Wünsche anbringen lassen, wie das Porträt der Freundin, oder sinnliche Sprüche wie „Mia san mia“.

Auf einer seiner Musterlederhosen hat Laubach einen besonders originellen Spruch auf das Hosentürl gemalt: Kein Trinkwasser. Die „Tattoo-Bemalung“ der Lederhosen erfolgt von Laubach, der vielerlei künstlerische Begabungen hat, in seiner dafür bestens eingerichteten Werkstatt in Weichs.

Wer kein Lederhosenträger ist, aber trotzdem gerne ein Leder-Tattoo möchte, dem bringt Laubach eines auch auf einer Wildledertasche oder -weste an. Für ein etwa handgroßes Bild benötigt er drei bis vier Stunden Zeit. Laubach ist stolz darauf, dass er einer der ersten überhaupt ist, die in Deutschland „Lederhosen-Tattoos“ anbieten.

nef

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